Applied Intuition gibt Zusammenarbeit mit Nissan bekannt, um eine KI-native Entwicklungsplattform bereitzustellen und die Entwicklung von KI-gesteuerten Fahrzeugen zu unterstützen

05.10.2026

Applied Intuition wird seine „Vehicle OS"-Software bereitstellen und die Entwicklung der SDVs der nächsten Generation von Nissan mithilfe seiner KI-optimierten Entwicklungstools unterstützen, womit die bereits 2020 begonnene Zusammenarbeit fortgesetzt wird.

SUNNYVALE, Kalifornien, 6. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Applied Intuition, Inc., ein führender Anbieter von physikalischen KI-Lösungen für alle beweglichen Maschinen, gab heute bekannt, dass das Unternehmen seine KI-gestützten Software-Entwicklungstools bei Nissan Motor Co., Ltd. einsetzt, um die Entwicklung von KI-gesteuerten Fahrzeugen (AIDVs) zu unterstützen.

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird Applied Intuition seine „Vehicle OS"-Software einsetzen, um die Entwicklung der skalierbaren und offenen Fahrzeugsoftwareplattform der nächsten Generation von Nissan zu unterstützen. Die Softwareteams von Applied Intuition in Japan und im Silicon Valley werden eng mit dem Entwicklungsteam von Nissan in Japan zusammenarbeiten, um die Entwicklungszeiten für Software zu verkürzen und die Entwicklung von Fahrzeugen mit integrierter KI zu beschleunigen.

„Nissan baut seine Kompetenzen in den Bereichen Software und KI-gestützte Entwicklung weiter aus, während wir auf die Verwirklichung von KI-gesteuerten Fahrzeugen hinarbeiten", sagte Takashi Yoshizawa, Corporate Executive der SDV Engineering Division bei Nissan Motor Co., Ltd. „Da wir bei der Fahrzeugentwicklung einen effizienteren und agileren Ansatz verfolgen, schätzen wir die technische Kompetenz und die nachgewiesene Erfolgsbilanz von Applied Intuition im Bereich der Entwicklung fortschrittlicher Fahrzeugsoftware sehr."

Die „Vehicle OS"-Software und die KI-nativen Entwicklungstools von Applied Intuition sollen die internen Entwicklungsteams von Nissan dabei unterstützen, Software-Workflows zu modernisieren, die Komplexität der Entwicklung zu reduzieren und eine gemeinsame Softwareplattform zu schaffen, die mehrere Antriebsstränge abdeckt. Durch die Abstraktion der Hardware-Komplexität und die Vereinheitlichung traditioneller und moderner Softwareentwicklungsmethoden wird Applied Intuition dazu beitragen, die Entwicklung der zukünftigen Fahrzeugprogramme von Nissan zu beschleunigen.

„Nissan verfolgt einen ehrgeizigen Ansatz, um die Art und Weise, wie Fahrzeuge entwickelt werden, grundlegend zu verändern", sagte Qasar Younis, Mitbegründer und CEO von Applied Intuition. „Durch die Kombination von KI-orientierter Softwareentwicklung mit dem Know-how von Nissan im Bereich Fahrzeugtechnik wollen wir neu definieren, wie Fahrzeuge entwickelt, weiterentwickelt und im Laufe der Zeit kontinuierlich aktualisiert werden – und welchen Mehrwert Kunden von ihren Fahrzeugen erwarten."

Diese Zusammenarbeit baut auf einer Partnerschaft auf, die im Jahr 2020 begann, als Nissan die Simulationstechnologie von Applied Intuition einführte. Seitdem haben die beiden Unternehmen gemeinsam KI-gestützte Entwicklungsabläufe für Fahrzeuge vorangetrieben, unter anderem durch eine Live-Demonstration eines auf dem Nissan LEAF basierenden Testfahrzeugs auf dem AWS Summit Japan. Mit dieser erweiterten Zusammenarbeit erstreckt sich die Partnerschaft über den Bereich der Simulation hinaus auf Fahrzeugbetriebssysteme und die Entwicklung von KI-nativer Software.

Die Zusammenarbeit mit Nissan festigt die Position von Applied Intuition als zuverlässiger Softwarepartner führender globaler Automobilhersteller, darunter auch Unternehmen mit Sitz in Japan, weiter. Applied Intuition verbindet seine technischen Stärken mit einem KI-orientierten Entwicklungsansatz, um die Art und Weise neu zu definieren, wie intelligente Fahrzeuge entwickelt, gebaut und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Zusammenarbeit von Applied Intuition mit Nissan zielt darauf ab, einen neuen Branchenstandard für die Markteinführung von AIDVs zu etablieren.

Über Applied Intuition

Applied Intuition entwickelt Technologien, um eine Milliarde Maschinen intelligent zu machen. Das 2017 gegründete Unternehmen aus dem Silicon Valley treibt die Entwicklung physischer KI in den Bereichen Automobilindustrie, Verteidigung, Lkw-Transport, Bauwesen, Bergbau und Landwirtschaft voran. Applied Intuition hat seinen Sitz in Sunnyvale, Kalifornien, und verfügt über fast zwei Dutzend Niederlassungen weltweit, darunter in London, München, Tokio, Seoul und im Großraum Washington, D.C. Weitere Informationen finden Sie unter applied.co oder per E-Mail an press@applied.co.

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Restrukturierung, Stellenabbau, Übernahme: Rieter vollzieht Personalwende im Top-Management

08.10.2026

Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.

Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.

Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.

Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.