„Bulat Utemuratov Foundation" und GAAC gründen regionales Autismus-Zentrum für Zentralasien und den Südkaukasus

30.09.2026

NEW YORK, 30. September 2026 /PRNewswire/ -- Die Bulat Utemuratov Foundation wird regionaler Partner der Global Autism Advocacy Coalition (GAAC) und wird eine Drehscheibe für die Länder Zentralasiens und des Südkaukasus einrichten. Die neue Plattform wird das Fachwissen internationaler und regionaler Organisationen bündeln, um eine systemische Unterstützung für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) zu entwickeln.

Das Hauptziel des Zentrums wird darin bestehen, internationale Praktiken an die spezifischen Gegebenheiten der Länder in der Region anzupassen und umzusetzen. Es wird Fachleute, relevante Organisationen und Regierungsvertreter zusammenbringen, um den Austausch von Fachwissen zu erleichtern und einen breiteren Zugang zu evidenzbasierten Ansätzen, Forschungsergebnissen und Daten zu fördern.

Die GAAC wurde im Jahr 2025 am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York unter Beteiligung der Qatar Foundation, von Autism Speaks, der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF gegründet. Die Bulat Utemuratov Foundation war Gründungsmitglied der Koalition. Die Einrichtung des regionalen Zentrums markiert die nächste Etappe der Zusammenarbeit der Stiftung mit der GAAC und wird die weitere Förderung der Initiativen der Koalition ermöglichen.

Das regionale GAAC-Modell für Zentralasien und den Südkaukasus wurde von Almaz Sharman, dem Vorsitzenden des Kuratoriums der Bulat Utemuratov Foundation, im September 2026 in New York während der UN-Generalversammlung vorgestellt.

„Für die nachhaltige Entwicklung von Unterstützungssystemen für Menschen mit Autismus reicht es nicht aus, über bewährte Lösungen zu verfügen – ; ebenso wichtig ist es, die Voraussetzungen für deren Anpassung und Umsetzung unter Berücksichtigung der nationalen und regionalen Gegebenheiten zu schaffen", sagte Almaz Sharman.

Die Grundlage für diese Arbeit bildet die langjährige Erfahrung der Bulat Utemuratov Foundation bei der Umsetzung des Programms „Autism. One World for All", in dessen Rahmen 13 „Asyl Miras"-Autismuszentren in 12 Städten Kasachstans betrieben werden und mehr als 17.500 Kinder mit ASD unterstützt werden. Das Programm umfasst die Entwicklung von Diagnosemethoden und Frühinterventionen, die Ausbildung von Fachkräften sowie die Einführung neuer Betreuungsmodelle.

„In den letzten Jahren hat Kasachstan umfangreiche praktische Erfahrungen bei der Unterstützung von Kindern mit Autismus und ihren Familien gesammelt, was zum großen Teil den Fachkräften in den „Asyl Miras"-Autismuszentren zu verdanken ist. Es ist uns wichtig, dass das in Kasachstan gewonnene Wissen in den internationalen Dialog einfließt", sagte Ainur Karbozova, Geschäftsführerin der Bulat Utemuratov Foundation.

Photo Credit: Bulat Utemuratov Foundation

 

Bulat Utemuratov Foundation Logo

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Parmelin eröffnet Olma mit Ferkel – und warnt vor schwieriger Lage der Bauern

08.10.2026

Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.

Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.

Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.

Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.

Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.