CARB-X gewährt AdJane Fördermittel zur Weiterentwicklung seines auf der nOMV-Plattform basierenden Impfstoffs zur Vorbeugung von Gonorrhö

28.04.2026

Der heterologe Ansatz zielt darauf ab, eine gezielte, breit wirksame Immunantwort auf Infektionen mit Neisseria gonorrhoeae hervorzurufen

BOSTON, 28. April 2026 /PRNewswire/ -- Der „Combating Antibiotic-Resistant Bacteria Biopharmaceutical Accelerator" (CARB-X) gewährt AdJane 2,6 Millionen US-Dollar zur Förderung der Entwicklung eines Impfstoffkandidaten zur Vorbeugung von Infektionen, die durch Neisseria gonorrhoeae (N. gonorrhoeae) verursacht werden. AdJane ist ein in den Niederlanden ansässiges Unternehmen, das sich auf Impfstoffplattformen im klinischen Stadium spezialisiert hat und seine Plattform „Native Outer Membrane Vesicle" (nOMV) einsetzt, um gegen Antibiotikaresistenzen vorzugehen, die Pandemievorsorge zu verbessern und globale Gesundheitsherausforderungen zu bewältigen.

CARB X and AdJane Logo

N. gonorrhoeae verursacht Gonorrhö, eine der am häufigsten gemeldeten bakteriellen Geschlechtskrankheiten, die jährlich für über 80 Millionen Neuinfektionen verantwortlich ist. Die Erkrankung kann zu schweren Komplikationen wie einer Beckenentzündung, Unfruchtbarkeit und einem erhöhten Risiko einer HIV-Infektion führen, wobei viele Infektionen aufgrund fehlender Symptome unerkannt bleiben.

Zudem löst N. gonorrhoeae keine dauerhafte natürliche Immunität aus, was zu häufigen Reinfektionen und wiederholten Antibiotikabehandlungen führt. Der Kreislauf aus Reinfektion und Antibiotikaexposition hat zur zunehmenden Antibiotikaresistenz beigetragen.

„Die klinische Behandlung von Gonorrhö wird aufgrund der steigenden Antibiotikaresistenz und begrenzter Behandlungsmöglichkeiten immer komplexer", sagte Richard Alm, Interim-Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei CARB-X. „Der Ansatz von AdJane stellt eine technisch fundierte Strategie dar, die darauf abzielt, zentrale Herausforderungen bei der Erzeugung einer schützenden Immunität anzugehen, um die Infektionsrate von Gonorrhö zu senken und die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu verlangsamen."

Die nOMV-Plattform von AdJane – die auf einer abgeschlossenen klinischen Phase-I-Studie aufbaut, die ein günstiges Sicherheitsprofil beim Menschen nachwies – wird mittels eines heterologen Ansatzes auf Gonorrhö angewendet. Diese Strategie kombiniert einen breiten, plattformgesteuerten antigenen Hintergrund mit der gezielten Expression mehrerer hochkonservierter Gonokokken-Antigene, um eine gezielte, breitbandige Immunantwort auf N. gonorrhoeae auszulösen.

„Wir freuen uns sehr, Teil des CARB-X-Portfolios zu werden, und sind dankbar für die Unterstützung bei der Umsetzung unserer Vision, antimikrobielle Resistenzen durch unsere Plattform zu bekämpfen", sagte Anita Gashi, Geschäftsführerin von AdJane. „Diese Förderung würdigt das Potenzial unserer nOMV-Plattform der nächsten Generation, globale Gesundheitsherausforderungen wie Gonorrhö anzugehen. Unser heterologer Ansatz ermöglicht die Entwicklung eines einkomponentigen Impfstoffkonstrukts, das sowohl einen breiten als auch einen gezielten Immunschutz bietet und gleichzeitig eine optimierte Entwicklung und Herstellung unterstützt."

Die AdJane-Förderung ist eine Fortsetzung einer früheren CARB-X-Förderung zur Unterstützung der Entwicklung eines Impfstoffs zur Vorbeugung von Gonorrhö.

Als CARB-X 2016 gegründet wurde, war die Pipeline für Antibiotika in der Frühphase ins Stocken geraten. Seitdem hat CARB-X 123 F&E-Projekte in 14 Ländern unterstützt, und die Produktentwickler von CARB-X haben bedeutende Fortschritte erzielt: 25 Projekte sind in klinische Studien übergegangen oder haben diese abgeschlossen; 14 befinden sich weiterhin in der klinischen Entwicklung, einschließlich klinischer Studien im Spätstadium; und drei Produkte haben den Markt erreicht. Darüber hinaus haben mindestens 10 Produktentwickler mit aktiven F&E-Projekten bereits fortgeschrittene Entwicklungspartnerschaften gesichert, die ihre klinische Entwicklung nach dem Ausscheiden aus dem CARB-X-Portfolio unterstützen können. Alle von CARB-X finanzierten Produktentwickler sind vertraglich verpflichtet, einen Stewardship- und Zugangsplan für ihr Produkt zu entwickeln, in dem Strategien zur Gewährleistung einer verantwortungsvollen Verwaltung und eines angemessenen Zugangs in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen dargelegt werden.

CARB-X wird teilweise mit Bundesmitteln des US-Gesundheitsministeriums (HHS), der Behörde für strategische Vorsorge und Reaktion (Administration for Strategic Preparedness and Response), der Behörde für fortgeschrittene biomedizinische Forschung und Entwicklung (BARDA) unter der Vertragsnummer 75A50122C00028 sowie durch Fördermittel von Wellcome (WT224842), dem Global Antimicrobial Resistance Innovation Fund (GAMRIF) des britischen Ministeriums für Gesundheit und Soziales, der Gates Foundation, dem deutschen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), der kanadischen Gesundheitsbehörde (PHAC), der Novo Nordisk Foundation, dem italienischen Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF), dem japanischen Gesundheitsministerium, der Generaldirektion für Notfallvorsorge und -reaktion der Europäischen Kommission (DG HERA) sowie der KfW Entwicklungsbank finanziert. Das US-amerikanische National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), das Teil der National Institutes of Health (NIH) im HHS ist, leistet Unterstützung in Form von Sachleistungen durch den Zugang zu einer Reihe präklinischer Dienstleistungen für die Produktentwicklung. Der Inhalt dieser Veröffentlichung liegt ausschließlich in der Verantwortung der Autoren und gibt nicht unbedingt die offiziellen Ansichten der CARB-X-Förderer wiedr.  

CARB-X-Kontakt: Marissa Novel, carbxpr@bu.edu

AdJane-Kontakt: Anita Gashi, anita.gashi@adjane.com

Informationen zu CARB-X 

CARB-X (Combating Antibiotic-Resistant Bacteria Biopharmaceutical Accelerator) ist eine globale gemeinnützige Partnerschaft, die sich der Förderung der antibakteriellen Forschung und Entwicklung in frühen Phasen widmet, um der wachsenden Bedrohung durch arzneimittelresistente Bakterien entgegenzuwirken. CARB-X unterstützt innovative Therapeutika, Präventivmaßnahmen und Schnelldiagnostika. CARB-X wird von der Boston University geleitet und von einem Konsortium aus Regierungen und Stiftungen finanziert. CARB-X finanziert ausschließlich Projekte, die auf die schwerwiegendsten, resistenten Bakterien abzielen, die auf globalen Prioritätenlisten aufgeführt sind, sowie auf Syndrome mit der weltweit höchsten Morbidität und Mortalität und auf Leistungsmerkmale, die für Patienten notwendig sind https://carb-x.org/ | X (früher Twitter) @CARB_X

Informationen zu AdJane

AdJane ist ein Unternehmen für Impfstoffplattformen im klinischen Stadium, das seine native Outer Membrane Vesicle (nOMV)-Plattform nutzt, um Pandemievorsorge, Antibiotikaresistenz und globale Gesundheitsherausforderungen anzugehen. Die Plattform von AdJane wurde über 30 Jahre lang von führenden niederländischen staatlichen Forschungseinrichtungen wissenschaftlich entwickelt. Die Plattform der nächsten Generation des Unternehmens ermöglicht eine schnelle Impfstoffentwicklung durch drei unterschiedliche Verabreichungsmodalitäten und unterstützt sowohl prophylaktische als auch therapeutische Anwendungen. Besuchen Sie www.adjane.com.

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Andri Silberschmidt wird zur Schlüsselfigur im Zürcher FDP-Poker um die Regierung

14.04.2026

Die Zürcher FDP setzt bei den Regierungsratswahlen 2027 konsequent auf Konzentration: Parteivorstand und Spitze wollen Nationalrat Andri Silberschmidt als einzigen offiziellen Kandidaten ins Rennen schicken. Der 31- beziehungsweise 32-jährige Unternehmer und Nationalrat soll den frei werdenden Sitz von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh verteidigen und damit die bürgerliche Mehrheit in der siebenköpfigen Kantonsregierung sichern. Die formelle Nomination ist an der Delegiertenversammlung im Juni 2026 vorgesehen.

Silberschmidt, der seit 2019 im Nationalrat sitzt und zuvor im Zürcher Gemeinderat politisierte, positionierte sich bei seiner Vorstellung klar als wirtschaftsliberaler Kandidat. Der Kanton Zürich sei seine Heimat, hier habe er gewohnt, sein Unternehmen gegründet und seine „politischen Sporen abverdient“, sagte er. Priorität habe ein wirtschaftlich starker Kanton, in dem sich Unternehmen wohlfühlen. Als möglicher direkter Nachfolger für die Volkswirtschaftsdirektion nannte er neben Standortpolitik auch Verkehr, Sicherheit und Bildung als Schwerpunkte. FDP-Präsident Filippo Leutenegger beschreibt ihn als Vertreter einer zukunftsgerichteten, gesellschafts- und wirtschaftsliberalen Politik, der Eigenverantwortung, Unternehmertum und einen schlanken Staat betone und über Parteigrenzen hinweg Mehrheiten suchen könne.

Der Entscheid, zunächst nur mit einem Einerticket anzutreten, ist innerhalb des bürgerlichen Lagers umstritten. Politgeograf Michael Hermann bezeichnet das Vorgehen als verpasste Chance: Angesichts von sicher drei und bis zu fünf frei werdenden Sitzen in der Regierung sei der Verzicht auf eine aktive Rückeroberung des zweiten, 2019 an die Grünen verlorenen FDP-Sitzes ein „dürftiges Ziel“ für die traditionsreiche Kantonalpartei. Zumal der Sitz der Mitte-Partei als wacklig gilt, falls Regierungsrätin Silvia Steiner nicht mehr antreten sollte. Leutenegger verweist hingegen auf Risikomanagement: Man wolle „keine übermässigen Ansprüche stellen“, um nicht politisch „auf die Nase zu fallen“. Berichte, wonach potenzielle Kandidatinnen zuletzt mehrfach abgesagt hätten, verstärken den Eindruck eines strategischen Rückzugs auf die Kernaufgabe Sitzsicherung.

Für Spannungen sorgt der FDP-Kurs insbesondere bei der SVP. Kantonalpräsident Domenik Ledergerber spricht von einer Enttäuschung und wirft den Freisinnigen vor, den fünften bürgerlichen Regierungssitz faktisch kampflos preiszugeben. Er erinnert an die Kräfteverhältnisse vor 2019, als SVP, FDP und Mitte gemeinsam fünf der sieben Sitze hielten. Als Reaktion prüft die SVP nun, ihrerseits mit einem Dreierticket anzutreten. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat ihre erneute Kandidatur bereits angekündigt, zusätzliche Namen sollen von einer Findungskommission vorgeschlagen werden; die Delegiertenversammlung will im Juli über das Ticket entscheiden. Die FDP hält ihr langfristiges Ziel von zwei Regierungssitzen zwar aufrecht, will eine zweite Kandidatur aber nur dann lancieren, falls es ausserhalb des bürgerlichen Lagers zu einer Vakanz kommt – etwa wenn parteilose oder mitte-nahe Amtsinhaber nicht mehr antreten.