LONDON, 25. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Colt Data Centre Services (Colt DCS), ein globaler Anbieter von KI-fähigen Hyperscale- und Enterprise-Rechenzentrumslösungen, gab heute die Veröffentlichung seines vierten jährlichen Nachhaltigkeitsberichts bekannt.

Der Bericht legt die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens im Jahr 2025 dar und enthält Daten zu den wesentlichen Themen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG), die im Rahmen einer 2024 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment) identifiziert und priorisiert wurden.
Daraus geht hervor, dass Colt DCS die Treibhausgasemissionen in den Bereichen Scope 1, 2 (marktbasiert) und 3 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 27 % gesenkt hat.
Im vergangenen Jahr bezog der Rechenzentrumsanbieter zudem zu 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen im Rahmen von Scope 2 – mittels Zertifikaten für erneuerbare Energien – und erreichte einen Anteil erneuerbarer Energien von 90 % am Gesamtenergieverbrauch (Scopes 1, 2 und 3).
Diese Reduzierung spiegelt das anhaltende Engagement des Unternehmens wider, die Dekarbonisierung von Design, Entwicklung und Betrieb seiner Rechenzentren voranzutreiben.
Aufbauend auf diesem Ansatz hat Colt DCS im Jahr 2025 sein „Global Reference Design" (GRD) weiterentwickelt – ein reproduzierbares, standardisiertes Konzept, das flexibel genug ist, um sich an lokale Anforderungen anzupassen, und gleichzeitig die Konsistenz der Grundprinzipien bei künftigen Projekten wahrt. Das GRD integriert energieeffiziente Systeme, Materialien mit geringerem „Embedded Carbon" (grauer Energie/CO2-Fußabdruck) sowie Kühltechnologien mit nahezu abwasserfreiem Betrieb in die Architektur aller neuen Rechenzentren; dabei werden ein jährlicher PUE-Wert von unter 1,2 sowie Abfallverwertungsquoten von 75 % bei Bau und Rückbau und 90 % im laufenden Betrieb angestrebt.
Hinsichtlich des Wasserverbrauchs setzt das GRD auf Kaltwassersysteme, die Kältemittel mit niedrigem GWP-Wert verwenden und nahezu keinen Wasserverbrauch aufweisen, ergänzt durch die Regenwassernutzung für Nicht-Trinkwasserzwecke im Innenbereich. Flüssigkeitskühlsysteme mit geschlossenem Kreislauf lassen das Kühlmedium in einem hermetisch abgeschlossenen System zirkulieren und führen Wärme ab, ohne auf Verdunstung angewiesen zu sein.
Zu den weiteren wesentlichen Merkmalen des Nachhaltigkeitsberichts 2025 gehören:
Anthea van Scherpenzeel, Head of Environmental Sustainability bei Colt DCS, erklärte: „Wir sind stolz auf die Fortschritte bei der Reduzierung der absoluten Emissionen im Jahr 2025, während wir konsequent auf unser Netto-Null-Ziel für 2045 hinarbeiten. Ganzheitliche CO₂-Bilanzierungen (Whole Life Carbon Assessments) helfen Kunden und Partnern dabei, die wesentlichen Emissionsquellen entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren und die Auswirkungen von Entscheidungen in den Bereichen Design und Beschaffung zu verstehen. Dank der engen Zusammenarbeit mit Lieferanten und Industriepartnern sind wir zuversichtlich, dass wir Projekte weiterhin zügig und in großem Maßstab realisieren und gleichzeitig stetige Fortschritte bei der Erreichung unserer SBTi-Ziele erzielen können."
Dina Nassar, Sustainability Analyst bei Colt DCS, ergänzte: „Da das Wachstum der KI Rechenzentrumsbetreiber weltweit vor neue Herausforderungen im Bereich der Effizienz stellt, entwickeln wir die Planung, den Bau und den Betrieb unserer Rechenzentren kontinuierlich weiter. Unsere überarbeiteten GRD-Richtlinien (Global Reference Design) untermauern die für 2025 angestrebten Effizienzsteigerungen, indem sie sicherstellen, dass bereits in der Planungsphase Materialien mit geringerem ‚Embedded Carbon' (grauer Energie) sowie fortschrittliche Kühltechnologien berücksichtigt werden."
Über Colt DCS
Wir planen, bauen und betreiben Rechenzentren für globale Hyperscaler und Großunternehmen. Unser weltweites Portfolio umfasst 15 in Betrieb befindliche Rechenzentren sowie 12 weitere Standorte in der Entwicklung, verteilt auf neun Städte in Großbritannien, Europa und der APAC-Region. Wir ermöglichen unseren Kunden eine effektive Wachstumsplanung und geben ihnen gleichzeitig Sicherheit. Wir stellen eine sichere, ausfallsichere und hervorragend vernetzte Infrastruktur bereit, die Raum für geplante Kapazitätserweiterungen in der Zukunft bietet. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Rechenzentrumsbranche setzen wir unsere Vision um, der vertrauenswürdigste und kundenorientierteste Rechenzentrumsbetreiber am Markt zu sein. Der Umweltschutz steht im Mittelpunkt unseres Handelns, da wir ihn als grundlegende Verantwortung gegenüber unserem Planeten begreifen. Deshalb übernehmen wir aktiv Verantwortung dafür, unsere Umweltauswirkungen weltweit zu reduzieren und Nachhaltigkeit zu einem zentralen strategischen Treiber zu machen. Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie hat sich Colt DCS umfassende, kurz- und langfristige „Science Based Targets" (wissenschaftsbasierte Klimaziele) gesetzt, um die Emissionen im Einklang mit dem aktuellen Net-Zero-Standard der SBTi zu senken.
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Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.
Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.
Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.
Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.
Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.
Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.