Das Texas Cardiac Arrhythmia Institute am St. David's Medical Center beteiligt sich als erste Einrichtung in den USA an einer Studie zu einem innovativen System zur Kartierung und Pulsfeldablation

03.09.2026

AUSTIN, Texas, 3. September 2026 /PRNewswire/ -- Das Texas Cardiac Arrhythmia Institute (TCAI) am St. David's Medical Center hat sich kürzlich als erste Einrichtung des Landes an einer klinischen Studie beteiligt, in der die Sicherheit sowie Wirksamkeit eines Mapping- und Pulsfeld-Ablationssystems der nächsten Generation zur Behandlung von Patienten mit paroxysmalem sowie persistierendem Vorhofflimmern untersucht werden. Andrea Natale, M.D., F.H.R.S., F.A.C.C., F.E.S.C., geschäftsführender medizinischer Leiter des TCAI und globaler Studienleiter der Studie, führte den ersten Eingriff durch.

Vorhofflimmern, die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen, betrifft weltweit Millionen von Menschen. Es tritt auf, wenn die beiden Vorhöfe des Herzens zu schnell und unregelmäßig schlagen. Paroxysmales Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, deren Symptome höchstens sieben Tage andauern, während persistierendes Vorhofflimmern eine anhaltende Herzrhythmusstörung ist, die länger als eine Woche andauert. Eine frühzeitige Behandlung von paroxysmalem und persistierendem Vorhofflimmern kann das Risiko für Blutgerinnsel, Schlaganfall und Herzinsuffizienz senken – und möglicherweise verhindern, dass die Erkrankung in eine permanente Form übergeht.

„Die Pulsfeldablation stellt einen der bedeutendsten Fortschritte in der Elektrophysiologie seit Jahrzehnten dar, und diese klinische Studie wird Ärzten weltweit helfen, die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Technologie besser zu verstehen", sagte Dr. Natale. „Das Texas Cardiac Arrhythmia Institute ist weiterhin führend in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen und trägt dazu bei, Technologien voranzutreiben, die die Zukunft der Elektrophysiologie prägen werden."

Das neuartige Kathetersystem nutzt elektrische Felder, um gezielt Herzgewebe zu veröden, ohne dabei die bei herkömmlichen Ablationsverfahren eingesetzte extreme Hitze oder Kälte zu verwenden, wodurch das Risiko einer Schädigung umliegender Strukturen verringert wird. Das System verfügt über eine fortschrittliche 3D-Herzkartierungstechnologie, die eine detaillierte Darstellung der elektrischen Aktivität des Herzens liefert und Ärzten ermöglicht, die Position des Katheters und den Kontakt zum Gewebe vor und nach der Energieabgabe zu visualisieren. Bei einem herkömmlichen Ablationsverfahren wird ein Katheter in das Innere des Herzens eingeführt, wo er mithilfe extremer Hitze oder Kälte Gewebe zerstört, das mit Herzrhythmusstörungen in Zusammenhang steht. Dabei besteht ein erhöhtes Risiko, dass umliegende Strukturen beschädigt werden.

Das TCAI ist ein hochmodernes elektrophysiologisches Zentrum, das sechs mit modernster Technologie ausgestattete Labore umfasst, in denen eine Gruppe renommierter kardialer Elektrophysiologen eine große Anzahl der komplexesten elektrophysiologischen Verfahren durchführt.

 

 

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Schweiz stimmt über Bevölkerungsdeckel ab – Freizügigkeit mit der EU unter Druck

15.06.2026

In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.

Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.

Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.

Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.