Delectrik Systems wird Indiens erste Stromspeicherbatterie im Versorgungsmaßstab mit einer Kapazität von 100 MWh in Betrieb nehmen

21.07.2026

GURUGRAM, Indien, 21. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Delectrik Systems wird in Indien das erste Vanadium-Redox-Flow-Batterie-Projekt im Versorgungsmaßstab mit einer Kapazität von 100 MWh realisieren. Delectrik hat die Ausschreibung in Zusammenarbeit mit Bondada Engineering Limited gewonnen, einem schnell wachsenden Anbieter von Infrastrukturlösungen. Der Auftrag für das Projekt wurde von NTPC Renewable Energy Limited, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von NTPC Limited (NTPC), vergeben. NTPC ist – Indiens größter integrierter Energieversorger mit einer installierten Leistung von über 90 GW, der bis 2032 eine Leistung von 149 GW erreichen will.  Von der Gesamtkapazität strebt NTPC eine Kapazität von 60 GW aus erneuerbaren Energien an.

Die Anlage basiert auf der nicht-containerisierten Produktarchitektur der Flow-Batterie von Delectrik, die sich für große Anwendungen im gewerblichen, industriellen und Energieversorgungsbereich eignet. Das System soll 2027 im Solarpark Khavda in Betrieb genommen werden, der bis 2029 mit einer Erzeugungskapazität von 30 GW zum weltweit größten Erneuerbare-Energien-Park werden soll. Das Unternehmen hatte im Jahr 2025 bei NTPC in Greater Noida erfolgreich eine kleinere 3-MWh-Variante eines ähnlichen Produkts in Betrieb genommen.

Dr. Vishal Mittal, Gründer und CEO von Delectrik, erklärte: „Das erste Flow-Batterie-Projekt im Großmaßstab ist nicht nur für das Unternehmen, sondern für das ganze Land ein Meilenstein. Dies wird das erste BESS-Projekt im Großmaßstab ohne Lithium sein, das in Indien umgesetzt wird. Das erste Projekt dieser Größenordnung, das zu 100 % in Indien entworfen, konstruiert und hergestellt wurde. Delectrik strebt in den nächsten 12 Monaten einen Auftragsbestand von mindestens einer GWh an Flow-Batteriekapazität in Indien, Australien, den ASEAN-Staaten, Afrika und einigen weiteren Regionen an. Das Unternehmen hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften gegründet – Delectrik Resources Pvt Ltd (DRPL) und Delectrik Esaas Pvt Ltd (DEPL) –, um wichtige verbundene Geschäftsbereiche vertikal zu integrieren. DRPL steigt in das vorgelagerte Geschäft der Vanadiumoxid-Produktion ein und strebt letztendlich eine vollständige Aufbereitung an, einschließlich des Besitzes von Vanadium-Vorkommen. Im Bereich des nachgelagerten Energiegeschäfts beabsichtigt DEPL, gewerblichen und industriellen Kunden, darunter auch Rechenzentren, Energiespeicher als Dienstleistung anzubieten."

Langzeit-Energiespeicher sind der Schlüssel zur Integration erneuerbarer Energien in großem Maßstab in das Stromnetz. Sichere und nachhaltige Energiespeichertechnologien wie Flussbatterien werden entscheidend dazu beitragen, die Ziele der Energiewende des Landes zu erreichen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an: 

Dr. Vishal Mittal

Gründer und Geschäftsführer

vishal.mittal@delectrik.com

+91 9910064033

www.delectrik.com  

Delectrik’s 3 MWH Vanadium Redox Flow Battery Installation at Greater Noida, India

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Hormus-Blockade vor möglichem Ende – Branche bleibt dennoch skeptisch

15.06.2026

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.

Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.

Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.

Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.