LONDON, 21. September 2026 /PRNewswire/ -- Eine neue Studie der Charities Aid Foundation (CAF) zeigt, dass Wohltätigkeitsorganisationen weltweit einer stetig steigenden Nachfrage nach ihren Dienstleistungen gegenüberstehen und viele Schwierigkeiten haben, diese zu bewältigen.
CAFs „World Giving Report: Charity Insights" untersucht die Trends und Herausforderungen, mit denen Wohltätigkeitsorganisationen konfrontiert sind, und stützt sich dabei auf eine Befragung von mehr als 5.000 Führungskräften von Wohltätigkeitsorganisationen in 33 Ländern. Der Bericht wird im Rahmen einer Nebenveranstaltung der Generalversammlung der Vereinten Nationen vorgestellt und knüpft an die Veröffentlichung des „World Giving Report" zu Beginn dieses Jahres an: Einblicke von Spendern zu globalen Trends der Großzügigkeit.
Im vergangenen Jahr ist die Nachfrage bei mehr als zwei Dritteln der Wohltätigkeitsorganisationen (67 %) gestiegen. Fast die Hälfte (47 %) hat Schwierigkeiten, damit fertig zu werden, und die Mehrheit rechnet damit, dass die Nachfrage noch weiter steigen wird. Am stärksten betroffen sind Organisationen in Ländern mit niedrigerem Einkommen. Viele gemeinnützige Organisationen haben darauf reagiert, indem sie ihre Dienstleistungen nach der Dringlichkeit des Bedarfs priorisieren; jede fünfte (18 %) Organisation hat eine Warteliste eingerichtet.
Auf die Frage nach den größten Herausforderungen gaben 61 % der Wohltätigkeitsorganisationen an, dass ihre Hauptsorge darin bestehe, finanzielle Nachhaltigkeit zu erreichen. Um dem zu begegnen, haben 37 % der Wohltätigkeitsorganisationen ihre Einnahmequellen diversifiziert, doch ein Drittel (33 %) hat seine Ersparnisse oder Rücklagen genutzt, um Einnahmeausfälle auszugleichen, und ein Viertel (25 %) hat die Mitarbeiterzahl reduziert oder den Betrieb eingeschränkt.
Weniger als zwei von fünf (37 %) Wohltätigkeitsorganisationen sehen sich finanziell und operativ für den Erfolg in den nächsten drei Jahren gut aufgestellt. Größere gemeinnützige Organisationen sind zuversichtlicher, während Organisationen, die unverzichtbare Dienste anbieten, zu den pessimistischsten zählen.
Mark Greer, Geschäftsführer der Charities Aid Foundation, sagte:
„Weltweit bemühen sich gemeinnützige Organisationen, Menschen in Not zu unterstützen, sehen sich dabei jedoch mit einem äußerst schwierigen operativen Umfeld konfrontiert. Angesichts eskalierender Konflikte und der Auswirkungen des Klimawandels haben viele gemeinnützige Organisationen Schwierigkeiten, die Zahl der Menschen zu bewältigen, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind.
„Es ist wichtig, dass Geldgeber darüber nachdenken, wie sie gemeinnützige Organisationen besser mit flexiblen und verlässlichen Finanzmitteln unterstützen können, unter anderem zur Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit – insbesondere da die Organisationen mit Kürzungen bei staatlichen Hilfen und Entwicklungsausgaben zurechtkommen müssen. Wir ermutigen Wohltätigkeitsorganisationen, Zeit in den Aufbau ihrer langfristigen Widerstandsfähigkeit zu investieren und sich von anderen inspirieren zu lassen, die dies bereits getan haben, darunter auch die in diesem Bericht vorgestellten Organisationen.
„Wenn Wohltätigkeitsorganisationen unter Druck stehen, ist es entscheidend, dass politische Entscheidungsträger und wir in der Branche uns für die unverzichtbare Rolle einsetzen, die sie in Gemeinschaften auf der ganzen Welt spielen."
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Sandro Brotz kehrt dem Schweizer Radio und Fernsehen den Rücken und wechselt Anfang 2027 zur Boulevardzeitung «Blick». Der 56-jährige Journalist, derzeit Moderator und stellvertretender Leiter der Polit-Talksendung «Arena», wird SRF Ende Januar 2027 verlassen. Bis voraussichtlich Mitte Januar führt er weiterhin durch die «Arena». Beim zum Ringier-Konzern gehörenden «Blick» soll Brotz einen neuen Video-Podcast aufbauen und moderieren, der mehrmals pro Woche Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgreift.
Der Schritt markiert das Ende einer knapp 15-jährigen SRF-Ära für Brotz. Seit seinem Wechsel nach Leutschenbach im Juni 2012 prägte er zunächst als Moderator der investigativen Sendung «Rundschau» das Programm, später zusätzlich als Gastgeber des «Rundschau Talk». 2019 übernahm er schliesslich die «Arena» von Jonas Projer. Als Grund für den Wechsel nennt Brotz die Möglichkeit, bei «Blick» ein neues Format mitzuentwickeln und damit über die Rolle des klassischen Moderators hinauszugehen. Ganz neu ist das Ringier-Umfeld für ihn nicht: Vor seiner SRF-Zeit war er bereits unter anderem stellvertretender Chefredaktor des «SonntagsBlick».
Der Abgang von Brotz wirft bei SRF unmittelbar die Nachfolgefrage auf. Als Topfavorit galt zuletzt sein Kollege Mario Grossniklaus, der seit 2024 einmal im Monat die «Arena» moderiert und damit Brotz entlastet. Der 49-Jährige hat dieser Spekulation nun jedoch eine klare Absage erteilt. Auf Linkedin schrieb Grossniklaus, er werde sich nicht auf die Nachfolge seines «geschätzten Kollegen» bewerben. Stattdessen wolle er sich auf seine Aufgaben in der Wahlleitung von SRG und SRF konzentrieren – eine Funktion, die er als «grösste und spannendste Aufgabe» seiner bisherigen Karriere bezeichnet.
Mit der Absage von Grossniklaus bleibt offen, wer Brotz ab etwa Mitte Januar beerben wird. SRF verweist darauf, man wolle sich vorerst auf eine geordnete Übergabe der «Arena» konzentrieren. Der Wechsel von Brotz reiht sich ein in eine Serie prominenter Abgänge von SRF in Richtung Dufourstrasse: Bereits zuvor hatten unter anderem Reto Scherrer, Steffi Buchli, Christine Maier, Hannes Britschgi und der frühere «Arena»-Moderator Jonas Projer den Schritt zum Ringier-Konzern gewagt. Die Motive reichen von besseren Angeboten bis hin zum Wunsch, den eigenen Namen in neuen Rollen und Formaten zu positionieren – mit sehr unterschiedlichem Ausgang.