Die Strahlkraft aller Dinge: Eine Retrospektive von Chu Teh-Chun wird im Kunstmuseum der Chinesischen Kunstakademie eröffnet

22.10.2026

HANGZHOU, China, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- 2028 feiert die Chinesische Kunstakademie ihr hundertjähriges Bestehen. Am 19. Oktober 2026 wird eines der wichtigsten akademischen Projekte der Akademie zum hundertjährigen Jubiläum, Die Strahlkraft aller Dinge: Eine Retrospektive von Chu Teh-Chun, im Kunstmuseum der Chinesischen Kunstakademie eröffnet.

Chu Teh-Chun war ein herausragender Absolvent der Chinesischen Kunstakademie und ein weltweit bekannter chinesisch-französischer Künstler. 1935 wurde er an der Nationalen Kunstakademie Hangzhou aufgenommen und begann seine künstlerische Laufbahn am Westsee. 1955 ging er zum Studium nach Frankreich und schlug dort einen Weg der intensiven Auseinandersetzung mit der Tradition der westlichen abstrakten Malerei ein. 1997 wurde er zum Mitglied der Académie des Beaux-Arts gewählt und war damit das erste chinesische Mitglied in deren über 200-jähriger Geschichte. 2001 erhielt er vom französischen Präsidenten Jacques Chirac die Auszeichnung „Chevalier der Ehrenlegion".

Die Ausstellung vereint rund 260 bedeutende Werke und Archivmaterialien aus dem gesamten Leben von Chu Teh-Chun, darunter 107 seiner Ölgemälde. Die Ausstellung ist in sechs Abschnitte gegliedert: „Erste Inspirationen zwischen Westsee und Bergen", „Natur im Nebel", „Aura aus Licht und Farbe", „Kosmos im Wandel", „Begleiter eines Jahrhunderts" und „Der Fluss des Lebens". Chu Teh-Chun brach von der Nationalen Kunstakademie Hangzhou am Westsee aus nach Paris auf. Er trug das kulturelle Erbe Chinas in die weite Welt hinaus, während er stets den Blick auf die Landschaften seiner Heimat richtete. Yu Xuhong, Präsident der Chinesischen Kunstakademie, Direktor des Kunstmuseums der Chinesischen Kunstakademie und Kurator der Ausstellung, sagte: „Für ihn war der Westsee in Hangzhou ein spiritueller Ausgangspunkt, der tief in seinem Herzen verankert war und den er nie vergaß."

Anlässlich der Ausstellungseröffnung schenkte die Familie von Chu Teh-Chun der Chinesischen Kunstakademie 57 bedeutende Werke des Künstlers sowie eine Skulptur von Albert Féraud, einem lebenslangen Mitglied der Académie des Beaux-Arts, aus Chu Teh-Chuns eigener Sammlung. Die Schenkung bereichert den Bestand und die Forschung der Akademie zur Kunst und zum Schaffen von Chu Teh-Chun, ergänzt die hundertjährige Geschichte der Akademie um eine bedeutende Sammlung und vertieft die Erforschung der Entwicklung der modernen chinesischen Kunst des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Februar 2027 zu sehen.

The Radiance of All Things A Retrospective of Chu Teh-Chun

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Parmelin eröffnet Olma mit Ferkel – und warnt vor schwieriger Lage der Bauern

08.10.2026

Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.

Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.

Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.

Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.

Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.