Das Traumprojekt des Ingenieurs Belqasim Khalifa Haftar lässt eine der renommiertesten Bildungseinrichtungen Libyens wieder aufleben
BENGASI, Libyen, 8. September 2026 /PRNewswire/ -- Am 4. September 2026 nahm die Universität Bengasi nach einem umfassenden Wiederaufbau- und Sanierungsprojekt, das vom Libyschen Entwicklungs- und Wiederaufbaufonds unter der Leitung seines Generaldirektors, Ingenieur Belqasim Khalifa Haftar, durchgeführt wurde, den Betrieb aller ihrer Fakultäten und Einrichtungen offiziell wieder auf.
Die Wiedereröffnung stellte einen historischen Meilenstein für das Hochschulwesen in Libyen dar und hauchte dem Hauptcampus der Universität neues Leben ein, nachdem dieser aufgrund der umfangreichen Zerstörungen, die er während des Krieges der libyschen Streitkräfte gegen terroristische Gruppen erlitten hatte, mehr als elf Jahre lang geschlossen war.
Ingenieur Belqasim verfolgte die feinsten Details des Projekts persönlich. Was als persönlicher Traum begann, entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Bildungsinitiativen des Fonds. In einer außergewöhnlichen Leistung wurde innerhalb von nur drei Jahren eine integrierte Universitätsstadt wiederaufgebaut, die ein modernes akademisches Umfeld bietet, das auf die Bedürfnisse heutiger und künftiger Generationen zugeschnitten ist.
Die Universität Bengasi, die als „Mother of Libyan Universities" bekannt ist, zählt mit fast 100.000 Studierenden zu den ältesten und größten akademischen Einrichtungen des Landes. Im Laufe der Jahrzehnte hat sie kostenlose Bildung angeboten und Generationen von Wissenschaftlern, Akademikern, Experten und Beamten hervorgebracht, die zum Aufbau der libyschen Institutionen beigetragen haben.
Das Projekt umfasste die Fakultäten für Ingenieurwissenschaften, Geisteswissenschaften, Rechtswissenschaften, Naturwissenschaften und Sprachwissenschaften sowie die Zentralbibliothek, Lehr- und Verwaltungsgebäude, Labore, Versorgungseinrichtungen, Studentenwohnheime, die Infrastruktur und die internen Straßen.
An der Eröffnungsfeier nahmen namhafte libysche Persönlichkeiten, Botschafter, internationale Delegationen und rund 240 ausländische Gäste teil. Unter der Leitung von Feldmarschall Khalifa Haftar und Ingenieur Belqasim Khalifa Haftar bot die Veranstaltung 3D-Mapping, hochmoderne visuelle Effekte und eine Drohnen-Luftshow, mit der drei Guinness-Weltrekorde aufgestellt wurden: eine Adlerformation, eine Feder, die die Worte „University of Benghazi" über den Himmel schrieb, und die Form eines Friedenssymbols.
Der Fonds hat zudem mehr als 1.000 Studierende ins Ausland entsandt, damit sie dort ihr Studium fortsetzen können, und verbindet so den Wiederaufbau der Infrastruktur mit Investitionen in Humankapital.
Dieses Projekt ist Teil von mehr als 2.300 Entwicklungsprojekten, die im Osten und Süden Libyens umgesetzt werden. Dazu gehören der Wiederaufbau von Universitäten und Bildungseinrichtungen in Kufra, Al Bayda, Derna, Al Marj, Ajdabiya, Sirte, Brak al-Shati und Murzuq sowie von rund 250 Schulen.
Die Wiedereröffnung ist daher weit mehr als nur die Rückkehr einer Bildungseinrichtung: Sie bringt eines der bedeutendsten wissenschaftlichen und historischen Wahrzeichen Libyens zurück ins Zentrum des nationalen Lebens.
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Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.
Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.
Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.
Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.