EDGX startet erste In-Orbit-Demonstration seines KI-Computersystems auf SpaceX Transporter-16

10.04.2026

STERNA ist der KI-gestützte Edge-Computer von EDGX für Satelliten mit weltraumtauglicher Zuverlässigkeit..

BRÜSSEL, 10. April 2026 /PRNewswire/ -- Das belgische Raumfahrttechnologieunternehmen EDGX hat die erste In-Orbit-Demonstration von STERNA erfolgreich gestartet, einem KI-gestützten Edge-Computer für Satellitenkonstellationen an Bord der SpaceX-Mission Transporter-16. Mit nun zwei gehosteten Nutzlasten im Orbit ermöglicht EDGX die Datenverarbeitung in Echtzeit direkt im Weltraum, eine entscheidende Fähigkeit für Satellitenkonstellationen der nächsten Generation in kommerziellen, staatlichen und Verteidigungsanwendungen.

STERNA

Mit STERNA bringt das Unternehmen leistungsstarke NVIDIA-basierte Rechenleistung direkt an Bord von Satelliten, sodass Daten im Orbit analysiert werden können, anstatt sich allein auf bodengestützte Infrastruktur zu stützen. STERNA ist eine NVIDIA-gestützte Rechenplattform, die für den Betrieb leistungsintensiver Workloads direkt im Orbit entwickelt wurde. Ausgelegt auf die realen Bedingungen im Orbit, skaliert sie die Leistung dynamisch zwischen 10 W und 45 W und stellt so eine kontinuierliche Datenverarbeitung unter wechselnden Energie- und Temperaturbedingungen sicher. Das System ist auf langfristige Zuverlässigkeit ausgelegt und für eine angestrebte Betriebsdauer von sieben Jahren im Orbit konzipiert.

Diese Neuigkeit ist ein wichtiger Meilenstein für Europas weltraumgestützte Recheninfrastruktur und folgt auf eine Seed-Finanzierungsrunde über 2,3 Millionen Euro im Juni 2025.

Nick Destrycker, Geschäftsführer von EDGX, sagte dazu: „Dieser Start ist ein wichtiger Meilenstein für EDGX und für Europas Position im weltraumgestützten Computing. Indem wir leistungsstarke Rechenkapazität direkt in den Orbit bringen, ermöglichen wir Satelliten den Wandel von Plattformen zur Datenerfassung hin zu Systemen, die Entscheidungen in Echtzeit ermöglichen. Unser Fokus ist simpel: eine zuverlässige, skalierbare Recheninfrastruktur im Weltraum bereitzustellen, und diese Mission ist der erste Schritt dazu.

Wir sind überzeugt, dass die nächste Phase der Raumfahrtindustrie durch Rechenleistung im Orbit geprägt sein wird. Diese Mission ist der erste Schritt beim Aufbau dieser Infrastruktur und macht Satelliten zu intelligenten, softwaredefinierten Systemen, die Daten dort verarbeiten können, wo sie entstehen."

Indem EDGX Rechenleistung auf NVIDIA-Niveau in den Weltraum bringt, ermöglicht das Unternehmen eine neue Generation softwaredefinierter Satelliten, die fortschrittliche KI-Workloads direkt dort ausführen können, wo die Daten entstehen, von der Analyse von Erdbeobachtungsdaten bis hin zur Signalaufklärung in Echtzeit. Dies reduziert die Latenz, senkt den Bandbreitenbedarf und unterstützt schnellere Entscheidungen für Betreiber am Boden.

Diese Fähigkeit beseitigt den traditionellen Engpass, große Rohdatensätze zur Verarbeitung zur Erde zu senden, und ermöglicht es Satellitenbetreibern, schnellere, effizientere und datengestützte Dienste bereitzustellen. In Verteidigungsszenarien zum Beispiel bedeutet dies einen echten Vorteil im Einsatz: Die Zeit zwischen Erkennung und Reaktion auf dem Gefechtsfeld wird verkürzt.

EDGX Logo

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Bossard-Aktionäre kassieren 3.90 Franken – höhere Rendite, weniger ausgeschüttetes Volumen

13.04.2026

Die Aktionäre der Bossard Holding AG setzen weiter auf Verlässlichkeit bei der Ausschüttung: Die Generalversammlung des Innerschweizer Verbindungstechnik-Spezialisten hat am 10. April 2026 eine unveränderte Dividende von 3.90 Franken je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der Betrag pro Titel damit stabil, während sich die gesamte Ausschüttungssumme dennoch leicht verringert. Bossard zahlt insgesamt 30.06 Millionen Franken an seine Anteilseigner aus – ein Rückgang um 2.43 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Am Tag der Hauptversammlung schloss die Bossard-Aktie an der SIX Swiss Exchange bei 156.00 Franken. Seit Montag wird das Papier ex Dividende gehandelt, was optisch zu teils deutlichen Kursabschlägen führen kann, ohne dass sich an den fundamentalen Daten unmittelbar etwas ändert. Auf Basis des beschlossenen Ausschüttungsbetrags ergibt sich für 2025 eine Dividendenrendite von 2.49 Prozent. Damit ist die Rendite höher als im Vorjahr, als sie 2.04 Prozent betrug – ein Effekt, der auch auf den gefallenen Aktienkurs zurückzuführen ist.

Die Kursentwicklung der vergangenen Jahre fällt für Investoren ernüchternd aus: Auf Drei-Jahres-Sicht hat die Bossard-Aktie rund 33.05 Prozent an Wert eingebüsst. Einschliesslich Dividenden summiert sich die tatsächliche Rendite auf minus 30.33 Prozent und liegt damit leicht über der reinen Kursentwicklung, bleibt aber deutlich im negativen Bereich. An der Börse kommt das Unternehmen derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 1.202 Milliarden Franken. Auf Basis der aktuellen Bewertung weist Bossard ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16.79 auf.

Operativ bleibt der Blick auf den Geschäftsverlauf gerichtet. Das Unternehmen hat für den 10. April eine Ad-hoc-Mitteilung zum Umsatz im ersten Quartal 2026 nach Richtlinie Art. 53 des Kotierungsreglements veröffentlicht. Details sind über die Investor-Relations-Seite von Bossard abrufbar. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 1.069 Milliarden Franken. Parallel dazu signalisieren Analysten Vertrauen in die Ausschüttungsfähigkeit: Laut FactSet-Prognosen dürfte die Dividende für 2026 auf 4.25 Franken steigen, was einer geschätzten Dividendenrendite von 2.71 Prozent entspräche.

Mit der Kombination aus stabiler Dividende, moderater Bewertung und schwacher historischer Kursbilanz positioniert sich Bossard als klassischer Qualitätswert mit Ertragsfokus, dessen weitere Entwicklung eng von der Nachfrage im Industrie- und Fertigungssektor abhängen dürfte. Wie stark sich der jüngste Quartalsumsatz und das konjunkturelle Umfeld auf Margen und Ausschüttungspolitik auswirken, werden die kommenden Berichtsperioden zeigen.