LONDON, 9. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Fastmarkets, eine führende rohstoffübergreifende Preisberichtsagentur (PRA), gab heute die Einführung von zwei neuen, täglich veröffentlichten CBAM-Preisbewertungen bekannt. Sie sollen eine der größten Herausforderungen bewältigen, vor denen Unternehmen stehen, die vom CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM) der EU betroffen sind: fehlende Echtzeittransparenz hinsichtlich der CO2-Kosten zum Zeitpunkt des Handels.
Da CBAM von einer Berichtspflicht zu einer finanziellen Verpflichtung wird, wird es für betroffene Unternehmen entscheidend, ihr CO2-Kostenrisiko in Echtzeit zu steuern. Die neuen Preisbewertungen sollen dem Markt die nötige Transparenz geben, um dort handeln zu können, wo geschäftliche Entscheidungen getroffen werden.
Der CBAM Certificate Index und der CBAM Certificate Builder bieten dem Markt erstmals einen einheitlichen täglichen Einblick in die erwarteten Kosten für CBAM-Zertifikate. Damit erhalten Importeure und Exporteure die Möglichkeit, Preise zu kalkulieren, Beschaffungen zu planen und Risiken zu steuern, bevor die EU die offiziellen Zertifikatskosten bestätigt.
Nach dem derzeitigen CBAM-Rahmen werden die Zertifikatskosten erst nach jedem Berichtszeitraum bestätigt – 2026 vierteljährlich und ab 2027 wöchentlich –, sodass Unternehmen keine Klarheit über die CO2-Kosten haben, während Waren die Grenze passieren. Für Branchen wie Stahl, Aluminium und Zement schafft dies erhebliche Unsicherheit bei Preisgestaltung, Beschaffung und Risikomanagement. Die neuen Preisbewertungen von Fastmarkets sollen diese Lücke schließen.
Zusammen liefern die beiden Zeitreihen sowohl ein vorausschauendes Signal als auch eine laufende Summe der aufgelaufenen Kosten, sodass Unternehmen ihr Risiko während des gesamten Berichtszyklus besser steuern können. Beide Bewertungen sind so ausgelegt, dass sie mit dem offiziellen CBAM-Zertifikatspreis am Ende der jeweiligen Periode konvergieren.
„CBAM bringt eine neue Ebene der Unsicherheit in den Welthandel, weil die endgültigen Kosten erst bestätigt werden, nachdem die Transaktionen bereits stattgefunden haben. Eine bessere Vorhersehbarkeit dieser Kosten ist entscheidend, wenn Unternehmen Preisgestaltung, Beschaffung und Compliance-Entscheidungen mit größerer Sicherheit steuern sollen, während CO2 zu einem zentralen Bestandteil des grenzüberschreitenden Handels wird", sagte Sam Carew, leitender Redakteur für strategische Märkte bei Fastmarkets.
Unternehmen, die dem CBAM unterliegen, müssen Zertifikate erwerben, mit denen die in den importierten Waren enthaltenen Emissionen abgedeckt werden. Durch die Integration des CBAM Certificate Index und des CBAM Certificate Builder in den CBAM-Kostenrechner von Fastmarkets können Kunden ihr CBAM-Risiko auf Basis von EU-Standardwerten oder eigenen verifizierten Emissionsdaten quantifizieren, prognostizieren und aktiv steuern. Dies ermöglicht fundiertere Entscheidungen in Preisgestaltung, Beschaffung und Compliance-Strategien, während CBAM von einem Berichtsrahmen zu einer vollwertigen finanziellen Verpflichtung wird.
Weitere Informationen finden Sie auf der CO2-Marktseite von Fastmarkets.
INFORMATIONEN ZU FASTMARKETS
Fastmarkets ist eine branchenführende Preisberichtsagentur (PRA) und ein Informationsanbieter für die Märkte in den Bereichen Landwirtschaft, Forstprodukte, Metalle, Kohlenstoff und Energiewende. Die Referenzpreise, Analysen, Prognosen und Markteinblicke des Unternehmens sind für Kunden, die handeln, Risiken steuern sowie komplexe globale Märkte verstehen möchten, von entscheidender Bedeutung.
Fastmarkets wurde 1913 gegründet und verfügt durch mehrere übernommene Marken über eine Geschichte, die bis ins Jahr 1865 zurückreicht. Fastmarkets verfügt weltweit über mehr als 700 Beschäftigte und unterhält Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Das Unternehmen befindet sich in Privatbesitz und wird von Astorg, einem führenden europäischen Private-Equity-Unternehmen, unterstützt.
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Bystronic hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten angepasst. Der Hersteller von Maschinen für die Blechbearbeitung rechnet zwar weiterhin mit einem höheren Nettoumsatz als im Vorjahr, erwartet jedoch keine Verbesserung der Profitabilität mehr. Bereits im zweiten Quartal 2026 dürften Auftragseingang, Nettoumsatz und Ergebnis unter den bisherigen Annahmen liegen, obwohl sie gegenüber dem ersten Quartal zulegen sollen.
Das Management verweist auf anhaltend schwierige Marktbedingungen im Kerngeschäft. Während die Nachfrage nach Biegelösungen stabil bleibt, leidet das Lasergeschäft weiter unter einer schwachen Marktlage. Geringere Kapazitätsauslastung und Preisdruck im Verkauf von Einzelmaschinen wirken zusätzlich auf die Marge. Hinzu kommt, dass der Trend zu stärker automatisierten Lösungen zwar den Auftragsbestand stützt, die Projekte jedoch längere Laufzeiten haben und sich der hohe Auftragsbestand dadurch langsamer in Nettoumsätze umwandelt.
Einen Lichtblick liefert die neu geschaffene Geschäftseinheit Bystronic Rofin. Sie trägt nach Unternehmensangaben weiterhin positiv zum Konzernergebnis bei, gestützt von einer robusten Nachfrage nach Anwendungen im Halbleiterbereich. Dieser Bereich soll auch dazu beitragen, dass der Konzernumsatz 2026 insgesamt über dem Niveau des Vorjahres liegt, auch wenn die Ergebnisqualität im Vergleich zu 2025 zurückbleiben dürfte.
Konkrete Zahlen zu Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis nannte Bystronic bislang nicht. Ausführlichere Informationen zur Geschäftsentwicklung und zum weiteren Ausblick will das Unternehmen mit dem Halbjahresbericht vorlegen, der am 23. Juli veröffentlicht werden soll. Dann dürfte sich zeigen, in welchem Ausmass der Druck im Lasergeschäft und die Verzögerungen bei Automationsprojekten auf die Jahresziele durchschlagen – und wie stark Bystronic Rofin diese Effekte im laufenden Jahr abfedern kann.