Gan & Lee und die Menarini Group schließen Partnerschaft zur Weiterentwicklung von Bofanglutide in Europa

03.09.2026

PEKING und FLORENZ, Italien, 3. September 2026 /PRNewswire/ -- Gan & Lee Pharmaceuticals („Gan & Lee"; Börsenkürzel: 603087.SH) gab bekannt, dass es einen exklusiven Lizenzvertrag mit dem multinationalen Biopharmaunternehmen The Menarini Group („Menarini") abgeschlossen hat. Im Rahmen der Vereinbarung werden die Parteien bei der Zulassung und Vermarktung des von Gan & Lee eigenständig entwickelten Glucagon-ähnlichen Peptid-1-Rezeptoragonisten (GLP-1 RA) Bofanglutide (Entwicklungscode: GZR18) zusammenarbeiten; der Wirkstoff, der derzeit zur Behandlung von Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht entwickelt wird, wird alle zwei Wochen verabreicht.

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Im Rahmen der Vereinbarung hat Gan & Lee Anspruch auf eine Vorauszahlung in Höhe von 62 Millionen Euro, Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt bis zu 664 Millionen Euro sowie Lizenzgebühren im zweistelligen Prozentbereich auf den Nettoumsatz im Lizenzgebiet. Der potenzielle Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf bis zu 726 Millionen Euro (ohne Lizenzgebühren).

Menarini wird für die Zulassungsanträge und die Vermarktung im Lizenzgebiet in insgesamt 39 Ländern verantwortlich sein: die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein und die Balkanstaaten.

Die Vereinbarung stellt einen strategischen Meilenstein für Menarini dar, deren Ziel es ist, ihre Präsenz im Bereich der Stoffwechselerkrankungen auszubauen – einem wichtigen Bereich, der eine immer größere Gruppe von Patientinnen und Patienten betrifft, die auf entsprechende Therapien angewiesen sind.

Bofanglutide ist ein von Gan & Lee eigenständig entwickeltes Prüfpräparat der chinesischen Klasse 1. Das Hauptmerkmal ist ein zweiwöchentliches subkutanes Dosierungsschema, wodurch die Verabreichungshäufigkeit im Vergleich zu einmal wöchentlich verabreichten GLP-1 RAs um 50 % reduziert wird. Sowohl die zulassungsrelevante Phase-3-Studie in China als auch die Phase-2-Studie in den USA zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht erreichten ihre primären Endpunkte und belegten damit die Wirksamkeit bei der Gewichtsabnahme sowie ein mit anderen Therapien der GLP-1RA-Klasse übereinstimmendes Verträglichkeitsprofil.    

Gan & Lee betrachtet Bofanglutide als ein Vorzeigeprodukt seiner innovativen Produktpipeline und treibt dessen Zulassung und Vermarktung durch globale Partnerschaften voran. Menarini wird als strategischer Partner dazu beitragen, die Präsenz von Bofanglutide in stark regulierten Märkten auszubauen und das Entwicklungspotenzial dieses strategischen Vermögenswerts auf globaler Ebene zu beschleunigen.      

Mit Blick auf die Zukunft treibt Gan & Lee den globalen Entwicklungsplan für Bofanglutide aktiv voran und beabsichtigt, ein globales klinisches Phase-3-Entwicklungsprogramm zu starten, um die Zulassung in Europa und anderen stark regulierten Märkten zu unterstützen. Das Unternehmen wird seine globale Präsenz durch innovative Forschung und Entwicklung sowie hochwertige Produkte weiter ausbauen.

Dr. Wei Chen, Chairman und CEO von Gan & Lee, kommentierte die Vereinbarung wie folgt: „Diese Partnerschaft ebnet den Weg für den Eintritt von Bofanglutide in den europäischen Markt und markiert einen weiteren Meilenstein in der Transformation von Gan & Lee – vom Marktführer im Insulinbereich hin zu einem globalen Innovator im Bereich Stoffwechselerkrankungen. Durch die Bündelung der Kompetenzen von Gan & Lee in den Bereichen klinische Entwicklung, Herstellung und Versorgung mit den Stärken von Menarini in den Bereichen Zulassungsstrategie und kommerzielle Umsetzung wollen wir Millionen von Menschen in den Vertriebsregionen, die unter Adipositas oder Übergewicht leiden, eine alternative Therapie anbieten."

Elcin Barker Ergun, Group CEO von Menarini, erklärte: „Die bisherigen Ergebnisse der klinischen Studien zu Bofanglutide belegen eine Gewichtsreduktion, sekundäre metabolische Vorteile und ein Sicherheitsprofil, das den Erwartungen an diese Wirkstoffklasse entspricht, während das Dosierungsschema von einmal alle zwei Wochen eine Möglichkeit zur Differenzierung bietet. Wir freuen uns darauf, eng mit Gan & Lee zusammenzuarbeiten, um weitere zulassungsrelevante Studien erfolgreich abzuschließen und diese potenzielle neue Behandlungsmöglichkeit Patientinnen und Patienten in allen unseren Vertriebsgebieten zugänglich zu machen – dabei werden wir auf die bewährten Kompetenzen und das Know-how von Menarini zurückgreifen."

Aus globaler strategischer Sicht stellt diese Vereinbarung für beide Unternehmen einen wegweisenden Meilenstein dar. Für Gan & Lee bedeutet sie eine Ausweitung der geografischen Reichweite seiner innovativen Pipeline, wodurch die Präsenz des Unternehmens in stark regulierten Märkten weiter gestärkt wird. Für Menarini ist die Partnerschaft ein entscheidender Schritt im Rahmen seiner Mission, seine Präsenz im Bereich der Stoffwechselerkrankungen auszubauen und den Weg zu Innovationen in der Primär- und Spezialversorgung zu beschleunigen.      

Diese Lizenzvereinbarung stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung der globalen Strategie von Gan & Lee dar. Als führendes europäisches Pharmaunternehmen mit fundierter Marktkenntnis und einem etablierten Vertriebsnetz ist Menarini der ideale Partner für Bofanglutide in Europa. Durch eine enge Zusammenarbeit wollen Gan & Lee und Menarini dieses einzigartige Prüfpräparat effizient weiterentwickeln und den Zugang für Patientinnen und Patienten erweitern.       

Informationen zu Bofanglutide

Bofanglutide (GZR18) ist ein in der Erprobung befindlicher, langwirksamer Glucagon-ähnlicher Peptid-1-Rezeptoragonist (GLP-1-RA), der von Gan & Lee Pharmaceuticals eigenständig entwickelt wurde. Derzeit befindet er sich in der klinischen Entwicklung und wird im Rahmen eines zweiwöchentlichen Dosierungsschemas (q2w) zur Gewichtsregulierung bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht, Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) und anderen Stoffwechselerkrankungen getestet. Bofanglutide ist ein Prüfpräparat; seine Sicherheit und Wirksamkeit wurden weder von der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) noch von anderen Gesundheitsbehörden bestätigt oder zugelassen, und es ist nicht für den kommerziellen Vertrieb zugelassen.                 

Informationen zu Gan & Lee

Gan & Lee Pharmaceuticals ist ein Hightech-Biopharmaunternehmen und das erste Unternehmen in China, das die Technologien zur Herstellung von rekombinanten Insulinanaloga im industriellen Maßstab beherrscht. Das Unternehmen hat eine umfassende Forschungs- und Entwicklungspipeline im Bereich der Biologika aufgebaut. Mit Blick auf die Zukunft ist Gan & Lee bestrebt, ein umfassendes Angebot im Bereich der Diabetes- und Adipositasbehandlung zu etablieren und seine Wettbewerbsposition in diesem Therapiebereich weiter zu stärken. Das Unternehmen wird zudem die Entwicklung innovativer chemischer Arzneimittel und Biologika aktiv vorantreiben, wobei der strategische Schwerpunkt auf Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, immunologischen Erkrankungen und anderen Therapiebereichen liegt. www.ganlee.com

Informationen zur The Menarini Group

The Menarini Group mit Hauptsitz in Florenz ist derzeit in 140 Ländern weltweit vertreten; die Unternehmensgruppe verzeichnet einen Konzernumsatz von 4,88 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 17.000 Mitarbeitende. Die Produkte von Menarini decken die wichtigsten Therapiebereiche ab, darunter kardiometabolische Erkrankungen, Onkologie, Gastroenterologie, Diabetologie, Pneumologie sowie entzündungshemmende und schmerzstillende Medikamente. Durch sein Engagement in Forschung und Entwicklung sowie in der hochwertigen Produktion leistet Menarini kontinuierlich einen Beitrag zur Gesundheit von Patientinnen und Patienten weltweit und hält dabei die höchsten Qualitätsstandards ein. www.menarini.com

(-Übersetzungen: Im Falle von Abweichungen ist die englische Version maßgebend.

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Schweiz stimmt über Bevölkerungsdeckel ab – Freizügigkeit mit der EU unter Druck

15.06.2026

In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.

Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.

Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.

Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.