IAA startet in Hannover -- Vorstellung von FOTONs systematischem Plan für die weltweite Expansion

08.09.2026

PEKING, 8. September 2026 /PRNewswire/ -- Die weltweite Nutzfahrzeugbranche befindet sich an einem entscheidenden Wendepunkt, der durch tiefgreifende Veränderungen hin zu Elektrifizierung, intelligenten Technologien und CO₂–armen Lösungen vorangetrieben wird. Mit seinen strengen Zugangsvorschriften, einem ausgereiften Geschäftsumfeld und vielfältigen Verkehrssituationen dient Europa als wichtiger Maßstab für die Bewertung der umfassenden Leistungsfähigkeit von Nutzfahrzeugherstellern. Chinas Nutzfahrzeug–Exporte haben die Anfangsphase des reinen Produktexports längst hinter sich gelassen und sind in eine neue Ära des systematischen Wettbewerbs eingetreten, die Technologietransfer, lokalisierte Geschäftstätigkeiten sowie die gemeinsame Entwicklung industrieller Ökosysteme umfasst.

Mit seiner seit mehr als zwei Jahrzehnten fest verankerten Präsenz auf den Auslandsmärkten belegt FOTON seit 15 Jahren in Folge den ersten Platz unter den chinesischen Nutzfahrzeugexporteuren. Nachdem FOTON von der produktorientierten „Going Global"–Phase („Globalisierungsphase") der Anfangszeit zur voll entwickelten „Going Deep, Going Steady, Going Far"–Phase („Vertiefen, stabilisieren, weiter voranschreiten") der Globalisierung 3.0 übergegangen ist, hat das Unternehmen einen transformativen Sprung von mengenorientierten Exporten hin zu einer wertorientierten Globalisierung vollzogen. Das Unternehmen hat ein umfassendes Exportsystem aufgebaut, das Produkte, Technologie, Fertigung, Lieferketten und Dienstleistungsökosysteme miteinander verbindet.

Im technologischen Bereich hat FOTON wichtige Zulassungen für ausländische Märkte erhalten. Mehrere batterieelektrische leichte Nutzfahrzeuge und Transporter haben die WVTA (EU–Gesamtfahrzeug–Typgenehmigung) sowie die VECTO–Zertifizierung für die CO₂–Emissionen von Schwerlastfahrzeugen erhalten und sich damit den Zugang zum europäischen Premiummarkt gesichert. Die Produkte von CAVAN New Energy werden derzeit zügig in 15 europäischen Ländern sowie in vielversprechenden Märkten wie Australien und Neuseeland eingeführt. Dadurch werden Chinas inländische Stärken im Bereich neuer Energietechnologien in globale Lieferkapazitäten für grüne Mobilität umgewandelt.

Im Bereich Fertigung und Lieferketten betreibt FOTON 32 lokale Produktionsstätten in Südostasien, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Das Unternehmen hat gemeinsam mit COSCO Shipping Specialized Carriers ein Joint–Venture im Bereich der Lieferkette gegründet, um sich feste Schiffskapazitäten für den Export zu sichern. Der Bau wichtiger Anlagen in Indonesien und Saudi-Arabien wird vorangetrieben. Inländische Lieferkettenpartner werden in die Expansion ins Ausland einbezogen, wodurch ein widerstandsfähiges, hocheffizientes globales industrielles Netzwerk entsteht.

In Europa hat das Regional Parts Distribution Centre (RDC; regionales Ersatzteilvertriebszentrum) in Unna, Deutschland, nun den Betrieb aufgenommen. Zusammen mit 18 globalen Ersatzteilzentren, über 1200 Verkaufsstellen und mehr als 1500 Servicestellen bildet es die Grundlage für einen 24–Stunden–Ersatzteilservice, der schnelle Reaktionen des lokalen Kundendienstes in ganz Europa unterstützt. Zwischen Januar und August 2026 belief sich das Exportvolumen von FOTON auf 149 000 Einheiten, was einem Anstieg von 44,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht – eine deutliche Bestätigung der systematischen Fähigkeiten des Unternehmens am Markt.

FOTON wird am 14. September auf der IAA Transportation in Hannover einen großen Auftritt haben. Zu den Höhepunkten zählen die Vorstellung der neuen Europastrategie, eine feierliche Zeremonie anlässlich der weltweiten Auslieferung des 13–millionsten Fahrzeugs sowie die Auslandspremiere des CAVAN BEACON – eines intelligenten Schwerlast–Lkw, der sowohl mit batterieelektrischen als auch mit Brennstoffzellenantrieben kompatibel ist. Auf der Messe werden außerdem sieben Modelle von New–Energy–Fahrzeugen sowie sechs selbst entwickelte Kernkomponenten vorgestellt, die gängige Anwendungsfälle im europäischen Verkehrssektor abdecken und FOTONs eigenständige Hard–Tech–Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette demonstrieren.

Dies ist weit mehr als eine Produktausstellung; es bietet einen umfassenden Einblick in die systematischen Fähigkeiten von FOTON bei der globalen Expansion. Während sich die Aufmerksamkeit der Welt auf Europa richtet, wird der Kontinent FOTON kennenlernen. Seien Sie am 14. September in Hannover dabei und erleben Sie ein neues Kapitel in der Globalisierung der chinesischen Nutzfahrzeugindustrie.

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.