Ein standardisiertes Modul mit integrierter Kraftüberwachung und Prozessrückverfolgbarkeit verkürzt die Einrichtung einer Station von 40 bis 100 Stunden auf ca. 2 Stunden und deckt den Kraftbereich von 10 bis 60 kN ab
MÜNCHEN, 24. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Systemintegratoren und Hersteller, die automatisierte Press-Fit-Stationen aufbauen, stehen häufig vor derselben Herausforderung: Motoren, Steuerungen, Sensoren und Kabel von verschiedenen Anbietern zu beschaffen, individuellen SPS‑Code für die Kraftregelung zu schreiben und pro Station 40 bis 100 Stunden für Integration und Fehlerbehebung aufzuwenden. Das Ergebnis ist ein nicht standardisierter Aufbau mit eingeschränkter Datenrückverfolgbarkeit und höherem Projektrisiko.
Leetx, ein Anbieter von industrieller Befestigungs- und Montagetechnik, hat heute EcoMove vorgestellt, einen Elektrozylinder, der mechanische Einheit, Servoantrieb, Steuerung, Drucksensor und Visualisierungssoftware in einer einzigen Einpresseinheit vereint. Das System macht die Beschaffung einzelner Komponenten und die individuelle Programmierung überflüssig und bietet eine vorintegrierte Alternative zu herkömmlichen Lösungen mit mehreren Anbietern.
EcoMove lässt sich in etwa zwei Stunden einrichten. Es deckt einen Kraftbereich von 10 bis 60 kN ab und ist mit Hublängen von 150 mm und 350 mm erhältlich. Damit eignet es sich für Einpressen, Nieten, Federprüfungen, Biegen und Richten in Fertigungslinien der Automobilindustrie, der Elektrofahrzeugbatterieproduktion sowie der allgemeinen Industrieautomation.
Zu den wichtigsten technischen Daten gehören:
Alle Kernmodule – mechanische Konstruktion, Steuerungssystem und Software – werden in den F&E-Zentren von Leetx in Shanghai und Wuxi intern entwickelt. Kritische Bauteile werden in den firmeneigenen Anlagen für Hochpräzisionsbearbeitung gefertigt.
„Systemintegratoren verbringen oft Wochen damit, Pressstationen aus unterschiedlichen Komponenten zusammenzustellen, ohne standardisierte Qualitätssicherung oder standardisierten Datenexport", sagte Samuel Chen, Leiter des Auslandsgeschäfts bei Leetx. „EcoMove bietet ein vollständig integriertes System mit eingebauter Prozessüberwachung und Rückverfolgbarkeit, sodass sich Ingenieure auf die Anwendungsergebnisse statt auf die Komponentenintegration konzentrieren können."
EcoMove ist CE-zertifiziert und ab sofort erhältlich. Der europäische Service wird über die Leetx-Tochtergesellschaft in Deutschland unterstützt.
Informationen zu Leetx
Leetx ist ein Unternehmen für intelligente Montagetechnik, das sich auf Servopressensysteme, Schraub- und Befestigungssysteme sowie automatische Schraubenzuführsysteme für die High-End-Fertigung spezialisiert hat. Die Lösungen von Leetx wurden für Datenrückverfolgbarkeit auf Prozessebene und Qualitätssicherung nach dem Null-Fehler-Prinzip entwickelt und kommen weltweit in Hunderten Produktionslinien in der Automobilindustrie, bei Elektrofahrzeugbatterien, in der Luft- und Raumfahrt sowie in anderen Branchen zum Einsatz.
View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/leetx-stellt-den-intelligenten-elektrozylinder-ecomove-vor-der-die-integration-von-press-fit-stationen-vereinfacht-302808847.html
Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.
US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.
Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.
Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.
Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.