LONGi: Der jährliche Ertrag aus Solaranlagen stieg um 67.000 EUR pro 10 Hektar dank neuer, hocheffizienter Solarmodule, die speziell für Stromversorger entwickelt wurden

23.06.2026

MÜNCHEN, 23. Juni 2026 /PRNewswire/ -- LONGi, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der grünen Energietechnologie, stellte auf der Intersolar Europe (Stand A2.170) seine Solarmodulserie Hi-MO9 Prime vor. Als neuestes Modell der führenden Back-Contact-Modulplattform (BC) von LONGi wurde das Hi-MO9 Prime speziell für Solarkraftwerke im Großmaßstab entwickelt, bei denen Flächennutzungseffizienz, langfristige Zuverlässigkeit und Rendite über den gesamten Lebenszyklus von entscheidender Bedeutung sind. Mit einer Modulleistung von bis zu 680 W in Serienfertigung und einem Wirkungsgrad von bis zu 25,2 % setzt diese Serie einen neuen Leistungsmaßstab für die weltweite Solarbranche.

 

LONGi's Lighthouse factory manufactures advanced solar technology.

 

Ertragsmaximierung auf den europäischen Märkten mit begrenzten Flächenressourcen

Energieentwickler sehen sich mit strengeren Auflagen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Flächen, Umweltschutzvorschriften und Netzkapazitätsbeschränkungen konfrontiert. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, weisen moderne Projektkonzepte einen höheren Bodenbedeckungsgrad (GCR) auf, um die installierte Leistung pro Hektar zu maximieren. Allerdings erhöhen eng beieinanderliegende Reihen naturgemäß das Risiko von Schattenbildung zwischen den Reihen, ungleichmäßiger Sonneneinstrahlung und daraus resultierenden Leistungseinbußen. Die Module der Baureihe Hi-MO9 Prime wurden speziell entwickelt, um diese räumlichen Herausforderungen zu bewältigen, und ermöglichen im Vergleich zu herkömmlichen Modulen ohne BC-Technologie eine deutlich höhere installierte Leistung pro Flächeneinheit.

Bei der Projektplanung mit hohem GCR-Wert kann das Modul die installierte Gesamtleistung bei identischer Grundfläche und identischen Anordnungsbedingungen um 4,62 % steigern. Ein 10 Hektar großes Projektszenario im Vereinigten Königreich, das mit einem GCR von 50 % konzipiert wurde, ergab: Herkömmliche Nicht-BC-Module erreichen eine installierte Leistung von 12,00 MW, während das Modell Hi-MO9 Prime auf derselben Fläche eine Leistung von 12,56 MW erzielt. Dies führt zu einer Steigerung der jährlichen Energieausbeute um etwa 648.4 MWh, was für die Anlagenbesitzer zusätzliche jährliche Einnahmen in Höhe von mehr als 67.430 € bedeutet.

Technologische Fortschritte steigern die Effizienz, die strukturelle Zuverlässigkeit und die langfristige Leistungsfähigkeit

Aufbauend auf der fortschrittlichen HPBC2.0-Zellarchitektur (Hybrid Passivated Back Contact) von LONGi stellt die Hi-MO9 Prime einen technologischen Sprung nach vorne dar. Durch die Anordnung aller elektrischen Kontakte auf der Rückseite der Zelle bleibt die Vorderseite vollständig frei, wodurch die Lichtaufnahme maximiert und der langfristige Wert für weltweite Großanlagen erhöht wird. Zudem bietet es eine hervorragende Toleranz gegenüber teilweiser Verschattung, um die Einnahmequellen der Anlagenbetreiber zu sichern. Ihre hochparallele BC-Zellstruktur reduziert elektrische Verluste, die durch lokale Verschattung aufgrund von Hindernissen zwischen den Reihen, Staub, Laub oder anderen vorübergehenden Gegenständen verursacht werden. Wenn eine einzelne Zelle verschattet ist, kann das Hi-MO9 Prime den Leistungsverlust im Vergleich zu herkömmlichen Modulen ohne BCS-Technologie um mehr als 70 % reduzieren.

Das Modul verfügt über die von LONGi entwickelte STAC-Technologie (Selective Temperature Alloy Connection), die lokale thermische Spannungen während der Fertigung minimiert und die langfristige Stabilität auf Zellebene erheblich verbessert. Bei Großprojekten ist dieses allgemeine Maß an technischer Zuverlässigkeit unerlässlich, um den Wert der Anlagen über einen Zeitraum von 30 Jahren zu sichern.

 

High-efficiency Back Contact Hi-MO9 solar modules developed by LONGi increase yield at 50MW plant.

 

LONGi Logo

 

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Hormus-Blockade vor möglichem Ende – Branche bleibt dennoch skeptisch

15.06.2026

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.

Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.

Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.

Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.