Für die erste Produktionscharge sind Vorbestellungen möglich. Die neue Recheneinheit des Unternehmens aus Montreal verwandelt jede seiner IMUs in ein vollwertiges INS, wobei die Sensorfusion direkt auf der Platine erfolgt.
MONTREAL, 1. September 2026 /PRNewswire/ -- EUROCONTROL schätzt, dass mittlerweile bis zu 38 Prozent des europäischen Streckenflugverkehrs Regionen durchqueren, die regelmäßig von Funkfrequenzstörungen betroffen sind. Im Juli 2026 veröffentlichte die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit die vierte Überarbeitung ihrer Leitlinien zu GNSS-Ausfällen und bezeichnete die Vorfälle als schwerwiegender und mit größeren Beeinträchtigungen verbunden als zuvor.
OSCPS Motion Sensing Inc., firmierend unter dem Namen OSCP, stellte heute NavigationGate vor, eine Recheneinheit für Trägheitsnavigationssysteme, die für Plattformen bestimmt ist, die auch dann ihre Position bestimmen müssen, wenn die Satellitenortung ausfällt. Für die erste Produktionscharge können nun Vorbestellungen aufgegeben werden.
NavigationGate macht aus einer OSCP-Trägheitsmesseinheit ein vollwertiges Trägheitsnavigationssystem. Es kombiniert Inertialdaten mit RTK-kompatiblem GNSS mit zwei Antennen sowie den kundeneigenen Hilfssensoren und gibt anschließend kontinuierlich Position, Geschwindigkeit sowie die Lage über CAN und RS422 aus. Die Fusion erfolgt auf der Platine und nicht auf dem Host-Computer.
„Unsere Kunden haben kein Problem mit den Sensoren. Sie haben ein Kontinuitätsproblem", sagte Kazem Zandi, Gründer und Geschäftsführer von OSCP. „NavigationGate schließt die Lücke, und zwar direkt auf der Platine."
NavigationGate lässt sich nahtlos in die MK2 IMU-Produktfamilie des Unternehmens integrieren und deckt mit dem photonischen MK2E2 die taktische Güteklasse und mit dem MK2Z die Navigationsgüteklasse ab.
In einem veröffentlichten Fahrversuch über 21 Minuten bei unterbundener Satellitenortung, bei dem die Navigation ausschließlich über das Gyroskop ohne Filter erfolgte, lag die photonische IMU von OSCP 5,7 Meter von der Referenzposition entfernt, während die Abweichung bei einer MEMS-Einheit mit identischer Sensorunterstützung 20,5 Meter betrug.
NavigationGate misst 75,5 × 58,5 × 30 mm und wird mit 12 bis 34 V betrieben. Eine OEM-Variante auf Platinenebene ist ebenfalls erhältlich. Es wird in Montreal entwickelt und hergestellt und unterliegt nicht den ITAR-Bestimmungen. Weitere Informationen finden Sie auf oscp.com.
INFORMATIONEN ZU OSCP
OSCPS Motion Sensing Inc., firmierend unter dem Namen OSCP, entwickelt und fertigt photonische Gyroskope und Trägheitsmesseinheiten. Das 2015 gegründete Unternehmen mit Sitz in Montreal, Québec, entwickelt Trägheitssensoren, die bei für MEMS typischen Abmessungen, Gewicht, Stromverbrauch und Kosten eine Genauigkeit der taktischen Güteklasse bieten und für die Navigation unter Bedingungen ausgelegt sind, in denen GNSS gestört, beeinträchtigt oder nicht verfügbar ist. Die Kunden des Unternehmens sind in den Bereichen Raumfahrt, Verteidigung, Schifffahrt und Unterwassertechnik, Schienenverkehr, Robotik sowie autonome Bodensysteme tätig. OSCP-Produkte werden in Kanada hergestellt und unterliegen nicht den ITAR-Bestimmungen.
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Das GZO Spital Wetzikon erhält für seine Sanierungsbemühungen mehr Zeit: Das zuständige Nachlassgericht hat die definitive Nachlassstundung letztmals um sechs Monate bis zum 19. Dezember 2026 verlängert. Damit reagiert das Gericht auf ein Übernahmeangebot, das dem Spital Ende März zugegangen ist und derzeit vertieft geprüft wird. Die Sachwalter hatten die Fristverlängerung beantragt, um die laufenden Verhandlungen mit einer nicht namentlich genannten Interessentin fortführen zu können.
Das Kaufangebot ist an mehrere Bedingungen geknüpft. Zentral ist laut Mitteilungen von Spital und Sachwaltern die gesicherte Übertragung beziehungsweise Neuerteilung der kantonalen Leistungsaufträge an eine neue Betreiberin. Erst wenn diese und weitere Bedingungen erfüllt sind, kann ein Verkauf zustande kommen. In diesem Fall rechnen die Sachwalter damit, den Gläubigern einen angepassten Nachlassvertrag mit potenziell besseren Konditionen vorlegen zu können. Die ursprünglich für Mitte Mai geplante Gläubigerversammlung war deshalb bereits im April verschoben worden.
Nach Angaben des Sachwalters sind die Voraussetzungen für die definitive Nachlassstundung weiterhin gegeben. Der laufende Spitalbetrieb gilt als stabil, die während der Nachlassstundung neu eingegangenen Verbindlichkeiten kann das GZO den Angaben zufolge aus dem operativen Geschäft bedienen. Bis zum Ende der nun verlängerten Frist soll der Betrieb in Wetzikon regulär weitergeführt werden. GZO und Sachwalter stehen nach eigenen Aussagen in engem Kontakt mit der Interessentin und wollen über das weitere Verfahren und einen neuen Termin für die Gläubigerversammlung informieren, sobald der Stand der Verhandlungen dies zulässt.
Das Spital Wetzikon befindet sich seit bald zwei Jahren in einer existenziellen finanziellen Krise. Auslöser ist vor allem eine Anleihe über 170 Millionen Franken, die im Juni 2024 hätte zurückgezahlt werden müssen. Da die Mittel dafür fehlten, wurde das Nachlassverfahren eingeleitet. Mit der nun gewährten letzten Verlängerung der Nachlassstundung bleibt dem GZO ein begrenztes Zeitfenster, um den Verkauf abzuschliessen und eine für Gläubiger tragfähige Lösung zu finden. Eine weitere Erstreckung der Frist ist rechtlich nicht vorgesehen.