ZÜRICH, 21. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Während Europa einen der heißesten Juni-Monate seit Aufzeichnungsbeginn erlebte – wobei anhaltende Hitzewellen die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen unterstrichen – kamen führende Vertreter der Pharmaindustrie und der Wissenschaft in Zürich zum dritten Green Chemistry Symposium (GCS) von PharmaBlock zusammen. Ziel war es zu erörtern, wie „Green Chemistry" (nachhaltige Chemie) und Prozessinnovationen die Dekarbonisierung der pharmazeutischen Produktion beschleunigen können.

Das Symposium brachte Experten von Novartis, Pfizer, Boehringer Ingelheim, Sanofi, AstraZeneca, der ETH Zürich, der Universität Zürich, der University of British Columbia und anderen führenden Organisationen zusammen und schuf damit eine internationale Plattform für den Gedankenaustausch über grüne Chemie, Prozessinnovation und die Dekarbonisierung der Pharmaindustrie.
„Grüne Chemie ist längst nicht mehr nur eine Umweltinitiative – sie entwickelt sich zu einem neuen Motor für pharmazeutische Innovation und Wettbewerbsfähigkeit", sagte Dr. Minmin Yang, Gründerin, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführerin von PharmaBlock. „Indem wir globale Experten aus Wissenschaft und Industrie zusammenbringen, hoffen wir, die Einführung praktischer Technologien zu beschleunigen, die die Zukunft einer nachhaltigen pharmazeutischen Produktion prägen werden."
Im Verlauf des Symposiums zeigten die Diskussionen einen klaren Wandel in der Branche auf – weg von der Verbesserung einzelner Prozesse hin zu einer Neugestaltung der pharmazeutischen Produktion durch integrierte grüne Technologien. Experten erläuterten, wie die kontinuierliche Fließfertigung eine sicherere, effizientere und CO₂-ärmere Produktion ermöglicht, während Technologien wie Photochemie, Elektrochemie und KI-gestützte Prozessentwicklung die Reaktionsoptimierung und Prozessinnovation beschleunigen.
Auch die umweltfreundliche Peptidherstellung rückte in den Fokus: Fortschritte bei biobasierten Lösungsmitteln, der kontinuierlichen Synthese und der enzymatischen Ligation zeigten praktische Wege zu einer nachhaltigeren Produktion auf.
Die Teilnehmer betonten zudem, dass die Einbindung der CO₂-Bilanzierung in die frühe Prozessentwicklung und die Stärkung der Scope-3-Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette entscheidend für das Erreichen der langfristigen Nachhaltigkeitsziele der Branche sein werden.
Während des Symposiums präsentierte PharmaBlock außerdem seine integrierte Fließfertigungs-Plattform, die Reaktortechnik, Prozesschemie, digitale Optimierung und Fertigung vereint, sowie seine Plattform für die kontinuierliche Flüssigphasen-Peptidsynthese (CF-LPPS) und demonstrierte damit skalierbare Lösungen für eine umweltfreundlichere pharmazeutische Fertigung.
Im Vorfeld des Symposiums weihte PharmaBlock offiziell seinen Swiss Green-Tech Innovation Hub ein und schuf damit eine regionale Innovationsplattform für kontinuierliche Fließtechnologien und grüne Chemie. Der Hub wird die Zusammenarbeit mit europäischen Pharmaunternehmen und akademischen Einrichtungen stärken und gleichzeitig die Entwicklung und Industrialisierung nachhaltiger Fertigungstechnologien beschleunigen.
Das Green Chemistry Symposium, das nun bereits zum dritten Mal stattfindet, hat sich zu einem internationalen Forum entwickelt, das Industrie und Wissenschaft miteinander verbindet, um Ideen auszutauschen, die Einführung neuer Technologien zu beschleunigen und den Übergang zu einer nachhaltigeren Pharmaindustrie voranzutreiben.
Foto – https://mma.prnewswire.com/media/3006689/Group_photo_of_GCS_conference_attendees.jpg
Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.