ANKENY, Iowa, 25. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Proliant Health & Biologicals, ein weltweit führender Anbieter von gereinigten Proteinen, gab heute die Markteinführung von AlbufreeDX bekannt, einem rekombinanten Humanalbumin (rHA), das entwickelt wurde, um der wachsenden Nachfrage nach hochleistungsfähigen, tierfreien Inhaltsstoffen für Anwendungen in den Bereichen Diagnostik und Biowissenschaften gerecht zu werden.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist Proliant ein bewährter Hersteller von Albumin und anderen gereinigten Proteinen, der weltweit gleichbleibende Qualität und eine zuverlässige Versorgung gewährleistet. Proliant hat seinen Hauptsitz in Ankeny, Iowa, und verfügt über Produktionsstandorte in den Vereinigten Staaten und Neuseeland. Das Unternehmen baut seine Kapazitäten zur Unterstützung der Märkte in den Bereichen Biotechnologie, Diagnostik und Gesundheitswesen kontinuierlich aus.
Albumin findet in der Diagnostik, der biopharmazeutischen Herstellung und in Forschungsabläufen breite Anwendung, da es Proteine stabilisieren, unerwünschte Oberflächenbindung verhindern und die Leistungsfähigkeit sowie die Reproduzierbarkeit von Assays verbessern kann. Während sich diagnostische Tests in Richtung neuer Analyten, höherer Empfindlichkeit und Plattformen mit höherem Durchsatz weiterentwickeln, müssen die Ausgangsstoffe eine außergewöhnliche Konsistenz und Reinheit aufweisen, um Schwankungen und Signalstörungen zu vermeiden. Herkömmliche Albumine tierischen oder menschlichen Ursprungs können zusätzliche Prüfanforderungen, einen höheren Aufwand bei der Rückverfolgbarkeit und eine komplexere Regulierung mit sich bringen.
Dr. Christopher Warner, Vice President für Forschung und Entwicklung, erklärte: „IVD-Unternehmen legen den Schwerpunkt auf Produkte, die frei von tierischen und menschlichen Bestandteilen sind, um die regulatorische Komplexität in den verschiedenen Regionen zu verringern. AlbufreeDX unterstützt diese Strategie, indem es die globale und IVDR-Konformität vereinfacht und Unternehmen gleichzeitig dabei hilft, ihre ESG-Verpflichtungen zu erfüllen."
Das durch Präzisionsfermentation hergestellte AlbufreeDX zeichnet sich durch hohe Reinheit, zuverlässige Leistung und hervorragende Reproduzierbarkeit von Charge zu Charge aus. Es eignet sich hervorragend für Anwendungen wie die Proteinstabilisierung, Oberflächenblockierung, Reagenzienformulierung und Referenzstandards – insbesondere dort, wo die Minimierung von Schwankungen und die Vermeidung des Risikos durch tierische Krankheitserreger von entscheidender Bedeutung sind.
„So wie sich die Anforderungen unserer Kunden weiterentwickelt haben, hat sich auch unser Portfolio weiterentwickelt", sagte Dr. Christopher Detzel, President und CEO. „AlbufreeDX ist eine natürliche Erweiterung unserer Stärken – wir bieten eine tierfreie Albumin-Alternative an und gewährleisten dabei gleichzeitig die Konsistenz, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit, die unsere Kunden erwarten."
Die Markteinführung von AlbufreeDX stärkt das wachsende Life-Science-Portfolio von Proliant. Zu den zukünftigen Produkten gehören unter anderem AlbufreeTX für die Zellkultur sowie AlbufreeCGT zur Unterstützung neuer Arbeitsabläufe in der Zell- und Gentherapie.
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Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.