Neue Studie zeigt wachsenden Wunsch nach mehr Freiraum im Urlaub. 57 % der Befragten in Deutschland bevorzugen Reiseziele, an denen Gesellschaft freiwillig bleibt, 54 % würden für mehr Ruhe, Privatsphäre oder weniger Andrang mehr bezahlen. Fast die Hälfte bezeichnet sich als vorwiegend introvertiert.
STOCKHOLM, 29. September 2026 /PRNewswire/ -- Urlaub vom Urlaub nötig? Fast die Hälfte der Reisenden kennt das Gefühl. Mit „The Introvert Travel Agency" eröffnet Schweden nun ein Reisebüro für Menschen, die gern selbst entscheiden, wann ihnen nach Gesellschaft ist. Online hilft es dabei, den passenden Schwedenurlaub zu finden. Im Oktober lässt sich das Konzept für einige Tage auch in Berlin ausprobieren.
Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Visit Sweden zeigt, dass sich 46 % der Befragten in Deutschland als vorwiegend introvertiert einschätzen. 57 % bevorzugen Reiseziele, an denen soziale Interaktion freiwillig bleibt. Mehr als die Hälfte (54 %) wäre für entsprechend ruhigere Reiseangebote sogar bereit, mehr zu bezahlen.
„Für Introvertierte geht es beim Energietanken häufig weniger darum, allein zu sein, als selbst bestimmen zu können, wann und wie sie mit anderen Menschen interagieren", sagt Mattias Lundberg, Psychologe und Associate Professor für Psychologie an der Universität Umeå. „Eine Umgebung mit weniger sozialem Druck, mehr persönlichem Freiraum und der Möglichkeit, sich zurückzuziehen, kann dabei helfen, Energie zu bewahren und wiederzugewinnen. Schweden bietet viele dieser Voraussetzungen von Natur aus und eignet sich deshalb besonders für Reisende, die auch im Urlaub gern selbst bestimmen, wie viel Gesellschaft sie möchten."
In Schweden muss Stille nicht sofort mit Small Talk gefüllt werden. Allein einen Kaffee zu trinken ist völlig normal und persönlicher Abstand gilt als höflich. Das dünn besiedelte Land bietet zudem viel Platz, während das Jedermannsrecht erlaubt, Wälder, Seen und Landschaften frei und im eigenen Tempo zu entdecken.
„Viele Reisende suchen etwas überraschend Einfaches. Sie möchten selbst entscheiden, wann sie Gesellschaft wollen und wann nicht", sagt Susanne Andersson, CEO von Visit Sweden. „Schweden bietet diesen Freiraum seit jeher, in der Natur ebenso wie in unseren Städten und unserer Alltagskultur. Mit „The Introvert Travel Agency" machen wir es leichter, Schweden zu den eigenen Bedingungen zu erleben. Gesellschaft ist hier eine Möglichkeit, keine Verpflichtung."
„The Introvert Travel Agency" gibt es online und zusätzlich als Pop-up. So findet man den passenden Schwedenurlaub und erhält maßgeschneiderte Angebote.
Berlin 14.–17. Oktober
Paris 21.–24. Oktober
London 28.–31. Oktober
Weitere Informationen: visitsweden.de/the-introvert-travel-agency
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Quelle: Visit Sweden/YouGov-Umfrage, Juni/Juli 2026
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Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.
Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.
Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.
Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.