JINZHONG, China, 23. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Ein Bericht der China Daily:
Unter dem Motto „Einheit für Wohlstand, Kulturerbe für die Ewigkeit" ging am Dienstag in der antiken Stadt Yuci in Jinzhong, Provinz Shanxi, die Internationale Woche zum Schutz des Kulturerbes 2026 zu Ende und markierte damit einen Meilenstein im globalen Kulturaustausch.
Die Veranstaltung brachte Diplomaten, Wissenschaftler aus dem Ausland, Experten für Kulturerbe und junge Kreative aus aller Welt zusammen, um die interkulturelle Kommunikation zu fördern.
Zu den Höhepunkten zählten eine feierliche Eröffnungszeremonie, eine Lichtskulpturenausstellung, immersive Erlebnisse zum immateriellen Kulturerbe sowie drei thematische Rundtischgespräche, die sich mit den gemeinsamen Herausforderungen bei der Erhaltung des Kulturerbes im Zeitalter der Globalisierung und des digitalen Wandels, der Rolle der Jugend bei der Weitergabe des kulturellen Erbes und innovativen Ansätzen für grenzüberschreitende kulturelle Öffentlichkeitsarbeit befassten.
Shanxi verfügt über unvergleichliche Kulturgüter, darunter drei erhaltene Holzbauwerke aus der Tang-Dynastie (618–907), 518 frühe Holzgebäude aus der Yuan-Dynastie (1271–1368) und früheren Dynastien sowie 531 nationale Schutzgebiete für wichtige Kulturgüter.
In seiner Rede bei der Eröffnungszeremonie hob Md. Nazmul Islam, der Botschafter Bangladeschs in China, den Ruf von Shanxi als eine der Wiegen der chinesischen Zivilisation hervor und fügte hinzu, dass Sehenswürdigkeiten wie die Yungang-Grotten nicht nur Chinas kulturelle Schätze, sondern ein gemeinsames geistiges Erbe der gesamten Menschheit seien.
Evandro Menezes de Carvalho, Professor für internationales Recht an der Bundesuniversität Fluminense in Brasilien, merkte an, dass antike Tempel, traditionelle Dörfer und jahrtausendealte Holzpagoden die Erinnerungen an Zivilisationen bewahren, wobei lebendige kulturelle Traditionen eng mit dem Alltag der Einheimischen verwoben sind.
Als zentrales Begleitprogramm der gesamten Veranstaltung lud die Tour „Entdeckung der alten chinesischen Architektur in Shanxi – Eine visuelle Reise durch das Kulturerbe" die Teilnehmer dazu ein, die bahnbrechende Entdeckung der Tang-Holzarchitektur durch chinesische Wissenschaftler im Jahr 1937 nachzuvollziehen.
Die Delegation folgte greifbaren historischen Zeugnissen wie Tang-Steinsäulen, Wandmalereien in den Innenräumen der Hallen und Inschriften auf den Balken, um dieses entscheidende Kapitel der Architekturarcheologie zu rekonstruieren.
Durch den Einsatz innovativer digitaler Technologien hauchte die Veranstaltung den antiken Relikten neues Leben ein. Am Holzturm von Yingxian ermöglichte eine immersive digitale Ausstellung den Besuchern, den Turm virtuell zu erklimmen. Die Gäste konnten die raffinierten, ineinandergreifenden Konsolen und die würdevollen Posen der bemalten Skulpturen aus der Liao-Dynastie (916–1125) aus nächster Nähe betrachten.
Mian Abrar Hussain, leitender Journalist bei Pakistan Today, stellte fest, dass China durch den Einsatz von Virtual Reality und immersiven digitalen Werkzeugen ein nachahmenswertes Modell für die Erhaltung und Präsentation des kulturellen Erbes entwickelt habe, das der Weltgemeinschaft wertvolle Erkenntnisse biete.
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/shanxi-ist-gastgeber-eines-globalen-dialogs-zum-thema-kulturerbe-302833391.html
Die Schweizer Stimmberechtigten haben einer Verschärfung des Zivildienstgesetzes zugestimmt. Laut definitiven Ergebnissen votierten 52,5 Prozent für die Reform, rund 47,5 Prozent dagegen. Damit setzte sich der Kurs von Bundesrat und Parlament durch, den Zivildienst wieder klar als Ausnahme und nicht als gleichwertige Alternative zum obligatorischen Militärdienst zu definieren. Die Stimmbeteiligung lag mit rund 58 Prozent vergleichsweise hoch; 1'690'343 Personen legten ein Ja in die Urne, 1'531'878 stimmten Nein.
Das Ergebnis offenbart deutliche regionale Bruchlinien. Während viele deutschsprachige Kantone die Reform klar unterstützten – etwa Aargau mit 56,2 Prozent, St. Gallen mit 58,9 Prozent, Graubünden mit 59,3 Prozent und Luzern mit 56,9 Prozent Ja – fiel das Verdikt in der Romandie gespalten aus. Genf, Waadt, Neuenburg und Jura lehnten die Vorlage ab, mit Nein-Anteilen von bis zu gut 60 Prozent im Jura. Basel-Stadt stellte sich ebenfalls gegen die Verschärfung, und der Kanton Zürich kippte nach Auszählung der städtischen Stimmen knapp ins Nein-Lager. Demgegenüber sagten Wallis (57,1 Prozent), Freiburg (50,2 Prozent) und das Tessin (53,9 Prozent) Ja zur Reform.
Kern der Vorlage ist ein Paket von sechs Massnahmen, die den Wechsel aus der Armee in den Zivildienst deutlich unattraktiver machen sollen. Künftig müssen alle, die in den Zivildienst wechseln, mindestens 150 Diensttage leisten – unabhängig davon, wie viele Tage im Militär noch offen wären. Für Unteroffiziere und Offiziere gilt damit neu derselbe Umrechnungsfaktor von 1,5 Zivildiensttagen pro verbleibendem Militärdiensttag wie für einfache Soldaten. Wer alle Armee-Ausbildungstage bereits absolviert hat, kann künftig nicht mehr in den Zivildienst wechseln, um der Schiesspflicht zu entgehen.
Zusätzlich werden der zeitliche Rahmen und die Einsatzmöglichkeiten enger gezogen. Zivildienstleistende müssen ab dem Jahr nach ihrem ersten Einsatz jährlich Dienst leisten, bis alle vorgeschriebenen Tage erfüllt sind. Wer vor oder während der Rekrutenschule ein Gesuch stellt, muss den langen Anfangseinsatz von 180 Tagen bereits im Jahr nach der Zulassung absolvieren. Einsätze, die ein begonnenes Medizinstudium voraussetzen, werden gestrichen – offiziell, weil der Armee medizinisches Personal fehlt. Bürgerliche Parteien werteten das Ja als Bestätigung, dass der Zivildienst eine Ausnahme bleiben solle; die links-grüne Nein-Allianz verweist angesichts des knappen Resultats auf die breite gesellschaftliche Unterstützung für den Zivildienst und kündigt an, weitere Verschärfungen bekämpfen zu wollen.