Sigenergy steigt mit einem 506-kW-Wechselrichter in den Großanlagenmarkt ein und bietet optimierte Stromgestehungskosten sowie einen hohen Lebenszykluswert

08.04.2026

SHANGHAI, 8. April 2026 /PRNewswire/ -- Nach der Inbetriebnahme seines 136.000 Quadratmeter großen Smart Energy Centers hat Sigenergy offiziell seinen ersten PV-Wechselrichter für Großanlagen auf den Markt gebracht. Durch die Integration von Hardware mit hoher Dichte, Steuerungsalgorithmen im Millisekundenbereich und KI-gestützten Analysen trägt die Lösung dem Trend der Branche zu vereinfachten Systemarchitekturen und einer detaillierten Verwaltung bei Großprojekten Rechnung.

Ultimative Stromgestehungskosten: Eine neue Definition der Anlageneffizienz

Die Lösung von Sigenergy für Energieversorgungsunternehmen nutzt MOSFETs aus Siliziumkarbid (SiC), um das Wärmemanagement und den Wirkungsgrad der Energieumwandlung zu optimieren. Mit einer maximalen Leistung von 506 kW ermöglicht die Anlage eine deutliche Reduzierung der Anzahl der pro Standort benötigten Wechselrichter, wodurch der Gesamtumfang des Projekts optimiert wird.

  • Kostenoptimierung: Die Plattform unterstützt eine 1000-V-Wechselstromausgabe, wodurch die Stromstärken gesenkt und die Verkabelungskosten im Vergleich zu herkömmlichen 800-V-Systemen erheblich reduziert werden. Bei Blockkonfigurationen mit 9,2 MW senkt diese Konstruktion die BOS- und Installationskosten um über 10 % und vereinfacht gleichzeitig die Umsetzung vor Ort.
  • Maximale Energiegewinnung: Während bei herkömmlichen Hochleistungslösungen oft ein einziger MPPT-Regler mehr als 600 Module verwalten muss, sorgt das 18-MPPT-Design von Sigenergy dafür, dass jeder Kanal nur etwa 60 Module (zwei Strings pro MPPT) verwaltet. Diese präzise Steuerung minimiert Verlust durch Verschattungen oder unterschiedliche Ausrichtungen und steigert den jährlichen Energieertrag um 1,5 % bis 2 %.
Sicher & Zuverlässig: Proaktiver Schutz in extremen Umgebungen

Sicherheit ist das Fundament der Sigenergy-Plattform, die eine umfassende Schutzsuite einsetzt, um jeden kritischen elektrischen Knotenpunkt abzusichern.

  • Umfassende Sicherheitsvorkehrungen: Das System verfügt über eine AFCI-Technologie in Netzqualität mit einer branchenführenden Erkennungsreichweite von 500m zur schnellen Erkennung von Lichtbogenfehlern und Brandgefahren. Zu den verbesserten Sicherheitsmerkmalen gehören auch die integrierte Klemmentemperaturüberwachung, der Verpolungsschutz und der DC-seitige Blitzschutz Typ I+II, um eine maximale Betriebszeit der Anlage zu gewährleisten und Rückstromschäden zu verhindern.
  • Langlebigkeit und thermische Belastbarkeit in Industriequalität: Um eine Betriebszuverlässigkeit von 25 Jahren zu gewährleisten, verfügt der Wechselrichter über eine IP66-Einstufung und C5-H-Korrosionsschutzbeschichtung für eine langfristige Stabilität in rauen Küsten- oder Industrieumgebungen. Das interne Wärmemanagement basiert auf einem gezielten Luftstrom, um Störungen zu vermeiden, und wird durch eine Zick-Zack-Wärmetauschertechnologie ergänzt, um auch unter hoher Belastung eine Spitzenleistung zu gewährleisten.
Optimierter Betrieb und Wartung: 15-mal schnellere Fehlerbehebung

Sigenergy verwandelt die Instandhaltung durch die Integration intelligenter Hardware und Software von einer reaktiven Aufgabe in eine vorausschauende Strategie.

  • Präzisionsdiagnostik: Durch die Reduzierung der Steuerung auf nur zwei Strings pro MPPT lokalisiert das System Fehler sofort, wodurch die Fehlerbehebung 15-mal schnellererfolgt als bei herkömmlichen Systemen, bei denen ein MPPT Dutzende von Strings verwaltet.
  • Intelligenz auf Millisekundenebene: Der firmeneigene MPPT-Algorithmus nutzt eine multifaktorielle Vorhersage, um Anpassungen im Millisekundenbereich vorzunehmen, wodurch sichergestellt wird, dass das System auch bei schnellen Wetteränderungen stets die höchstmögliche Leistung liefert.
  • Schnelles Scannen: Bei teilweiser Verschattung ermittelt das Multi-Peak-Scanning das tatsächliche globale Maximum in nur 10 Sekunden – bis zu sechsmal schneller als die 40 bis 60 Sekunden, die herkömmliche Lösungen benötigen.
Lebenszyklusbewertung (LCA): Technik für Nachhaltigkeit

Sigenergy verfolgt den Ansatz der Lebenszyklusanalyse (LCA)und optimiert den Nutzen über die gesamte Projektlaufzeit hinweg. Eine hohe Leistungsdichte senkt den Rohstoffverbrauch pro Kilowatt bei der Herstellung. In der Betriebsphase tragen ein präzises MPPT-Management und intelligente Betriebs- und Wartungsmaßnahmen dazu bei, sowohl den CO₂-Fußabdruck als auch den Ressourcenbedarf der Vor-Ort-Dienstleistungen zu senken. Durch die Konzentration auf die Senkung der Stromgestehungskosten mittels präziser Technik bietet Sigenergy dem globalen Markt eine solide Grundlage für die Energiewende.

Sigenergy utility-scale PV inverter

Video - https://www.youtube.com/watch?v=BFDLp1OyUEs

Foto - https://mma.prnewswire.com/media/2951847/Picture1.jpg

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Steigende Mieten belasten Schweizer Haushalte – Parteien ringen um Rezepte

13.04.2026

Die Debatte über steigende Mieten und Wohnungsnot entwickelt sich in der Schweiz zu einem der dominierenden innenpolitischen Konfliktfelder. In der SRF-«Arena» unter dem Titel «Miet-Irrsinn» prallten Vertreterinnen und Vertreter von SP, SVP, Mitte und Grünen aufeinander – und stritten nicht nur über Zahlen und Instrumente, sondern auch über die grundsätzliche Frage, was den Druck auf dem Mietmarkt überhaupt treibt. Im Zentrum standen die Rolle der Zuwanderung, die Bautätigkeit, die Renditebegrenzung im Mietrecht sowie der Umgang mit mutmasslich überhöhten Mieten.

Die Ausgangslage ist angespannt. In der Schweiz wohnen rund 60 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Gemäss einem Mietbarometer, das im Auftrag des Mieterinnen- und Mieterverbandes erstellt wurde, geben rund 40 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. Damit steigen die Wohnkosten schneller als die Reallöhne; ein immer grösserer Anteil des Budgets fliesst in die Miete. Gleichzeitig sinkt der Anteil leerstehender Wohnungen: Per 1. Juni 2025 waren landesweit weniger als 50'000 Wohnungen unvermietet – statistisch steht nur noch etwa eine von 100 Wohnungen leer. Fällt die Leerwohnungsziffer unter ein Prozent, gilt dies offiziell als Wohnungsnot; diese Schwelle ist derzeit bereits in zahlreichen Kantonen unterschritten.

SVP-Nationalrat Manfred Bühler führt den Engpass vor allem auf die Zuwanderung zurück. Die Migrationspolitik sei der «Haupttreiber für die Nachfrage», argumentierte er in der Sendung. Würde die Nettozuwanderung auf 20'000 Personen pro Jahr reduziert, liesse der Druck auf dem Mietmarkt rasch nach, so seine These. Mitte-Politikerin Tina Deplazes dagegen verweist auf ein ganzes Bündel struktureller Faktoren: Individualisierung, mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte, ein generell gestiegener Wohnraumbedarf sowie die Alterung der Gesellschaft. Zuwanderung erhöhe zwar ebenfalls die Nachfrage und damit die Preise, es handle sich dabei aber um Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt würden.

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und Grünen-Nationalrat Michael Töngi legten den Fokus stärker auf die Angebots- und Regulierungsseite. Deplazes macht ein zu tiefes Bautempo für die Knappheit verantwortlich, während Töngi die mangelnde Durchsetzung des Mietrechts kritisiert und eine periodische Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben fordert. Badran wiederum sieht «illegale» Mietüberhöhungen als zentrales Problem und verweist auf den im Schweizer Mietrecht verankerten Rendite-Deckel. Nur in einer «unkontrollierten Immobilienwirtschaft» könnten Vermieter Preise nach oben durchsetzen, etwa wenn Gutverdienende aus dem Ausland ohne Weiteres 7'000 Franken für eine Vierzimmerwohnung bezahlten. Würden die Renditebegrenzungen konsequent durchgesetzt, hätte die Zuwanderung auf die Miethöhen keinen Effekt, hält sie dagegen. Die konträren Lesarten – Nachfragebremsen durch Migrationspolitik auf der einen, striktere Regulierung und mehr Bauaktivität auf der anderen Seite – zeigen, wie weit der politische Konsens bei der Suche nach Antworten auf den «Miet-Irrsinn» derzeit entfernt ist.