Simcere Pharmaceutical schließt eine Forschungskooperationsvereinbarung mit Stanford Medicine zur Entwicklung innovativer Therapien für Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose

13.06.2026

SHANGHAI, 13. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Am 29. Mai 2026 (Pacific Time) schloss die Simcere Pharmaceutical Group Limited (2096.HK) eine Forschungskooperationsvereinbarung mit Stanford Medicine ab, um gemeinsam eine explorative Studie im Bereich der Atemwegserkrankungen voranzutreiben, mit dem Ziel, innovative Therapien für Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF) zu entwickeln.

Gemäß der Vereinbarung wird Simcere Pharmaceutical die explorative Forschung zu diesem neuartigen, in seiner Klasse einzigartigen Molekül finanzieren. Nach erfolgreichem Abschluss wird Simcere das Molekül einlizenzieren und 100 % der weltweiten Rechte an dem daraus resultierenden Produkt erwerben.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Laboren für chemische Biologie an der Stanford Medicine unter der Leitung von Dr. Chaitan Khosla und Dr. Cui Bianxiao durchgeführt, die dem „Stanford Innovative Medicines Accelerator" angehören. Khosla ist Professor an den Fachbereichen Chemie und Chemieingenieurwesen der Stanford University, Institutswissenschaftler am Sarafan ChEM-H Institute und Direktor des Innovative Medicines Accelerator. Er ist Mitglied der US-amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, der Nationalen Akademie der Ingenieurwissenschaften und der Amerikanischen Akademie der Künste und Wissenschaften sowie Experte für LYTAC-bezogene Technologien. Bianxiao ist Professorin am Fachbereich Chemie der Stanford University und Fellow am Wu Tsai Neuroscience Institute. Sie ist Expertin für Ziele im Zusammenhang mit Fibrose. Sie wurde unter anderem mit dem Barany-Preis der Biophysical Society und dem NIH New Innovator Award ausgezeichnet.

Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine chronische, fortschreitende interstitielle Pneumonie unbekannter Ursache, die durch eine Fibrose gekennzeichnet ist, welche vor allem das Lungeninterstitium befällt, was zu einer Verhärtung und einem Elastizitätsverlust des Lungengewebes führt und letztlich ein Lungenversagen zur Folge hat. Mit den derzeitigen medizinischen Behandlungsmethoden lässt sich eine Lungenfibrose nicht vollständig rückgängig machen; ab dem Zeitpunkt der Diagnose beträgt die mediane Überlebenszeit der Patienten etwa drei Jahre, wobei die 5-Jahres-Überlebensrate nur bei 20–40 % liegt.

Herr Zhou Gaobo, Leiter für Investment von Simcere Pharmaceutical, erklärte: „Dies ist das zweite weltweit einzigartige Projekt seiner Art, das im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen Simcere und Stanford Medicine entstanden ist. Diese fortlaufende Zusammenarbeit spiegelt aktive Schritte von Simcere in Richtung „Innovation 2.0" wider und entspricht dem Unternehmensleitbild („Für Patienten, für das Leben"). Wir freuen uns darauf, gemeinsam weitere innovative Produkte zum Wohle der Patienten zu entwickeln."

Professor Khosla erklärte: „Hochspezifische Therapien für die idiopathische Lungenfibrose sind seit langem ein dringender, bislang ungedeckter klinischer Bedarf. Wir freuen uns, gemeinsam mit Simcere daran zu arbeiten, die Umsetzung bahnbrechender Erkenntnisse aus der chemischen Biologie voranzutreiben."

Informationen zu Simcere Pharmaceutical

Simcere Pharmaceutical (2096.HK) ist ein innovations- und forschungsorientiertes Pharmaunternehmen und hat das Nationale Schlüssellabor für die Entwicklung von Neurologie- und Onkologie-Medikamenten gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Bereiche Neurowissenschaften, Onkologie, Autoimmunerkrankungen und Infektionsbekämpfung und plant gleichzeitig proaktiv Maßnahmen für Krankheitsgebiete mit erheblichem ungedecktem klinischem Bedarf, um seiner Unternehmensmission „Für Patienten, für das Leben" gerecht zu werden. Das Unternehmen nutzt sowohl eigene Forschung und Entwicklung als auch kooperative Innovation und hat strategische Partnerschaften mit zahlreichen innovativen Unternehmen und Forschungseinrichtungen geschlossen. Weitere Informationen finden Sie auf: www.simcere.com

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AmiGo-Projekt: Autonome Postautos sollen ab 2027 fahrerlos fahren

15.06.2026

Postauto treibt den Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Ostschweiz voran und bereitet nach eigenen Angaben Europas grösstes Robo-Taxi-Netz vor. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Unternehmen eine Ausnahmebewilligung erteilt, damit die speziell ausgerüsteten E-Autos im St. Galler Rheintal sowie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisch verkehren dürfen. Seit dem 1. Juni sind die Fahrzeuge in einem rund 80 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs – vorerst noch zu Testzwecken und mit Sicherheitsfahrerinnen und -fahrern an Bord.

Herzstück des Projekts ist die Flotte von bis zu 25 sogenannten "AmiGo"-Fahrzeugen, die im Endausbau mit Automatisierungsgrad Level 4 fahren sollen. Postauto kooperiert dafür mit Apollo Go, der Robotaxi-Sparte des chinesischen Technologiekonzerns Baidu. Die Fahrzeuge werden im typischen Postauto-Gelb lackiert und elektrisch betrieben. Während der Testphase dürfen die Sicherheitsfahrer ihre Hände vom Lenkrad nehmen; sie können jedoch jederzeit eingreifen, wenn die Situation es erfordert – etwa an unübersichtlichen Verzweigungen oder bei forsch auftretendem Gegenverkehr.

Im Alltagstest auf einer festgelegten Route in Altstätten (SG) zeigt sich das System laut Projektbeteiligten bereits weitgehend stabil, auch wenn der Fahrkomfort in Kurven noch nicht an einen menschlichen Chauffeur heranreicht. Auffällig ist das sehr defensive Verhalten, etwa vor Fussgängerstreifen, wo das Fahrzeug früh abbremst, selbst wenn sich Personen noch in einiger Entfernung befinden. Gesteuert wird der Betrieb zusätzlich aus einer Leitstelle, in der Operatorinnen und Operatoren die Fahrten überwachen und bei Bedarf aus der Ferne eingreifen können.

Der reguläre Betrieb mit fahrerlosen Fahrzeugen ist ab 2027 vorgesehen. Postauto plant, dass Fahrgäste in der Region ihre autonome Fahrt dann probeweise per App buchen können. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger sieht im automatisierten Fahren eine grosse Chance und spricht dem Projekt das Potenzial eines "Gamechangers" zu. Es ist nicht der erste Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen in der Schweiz, aber nach Umfang und Einsatzgebiet der bislang weitreichendste. Die Technologie soll schrittweise verfeinert und insbesondere für ländliche Regionen erprobt werden, in denen flexible, bedarfsgesteuerte Angebote die bestehende Grunderschliessung ergänzen könnten.