SEOUL, Südkorea, 6. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- SK chemicals treibt gemeinsam mit regionalen Partnern den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für ausgediente Werbebanner voran.
Das Unternehmen gab am 6. bekannt, gemeinsam mit MOA, Daehan Media, Upcloth und dem Team für Ressourcenkreisläufe der Stadt Seogwipo in der Sonderautonomen Provinz Jeju das „Waste Banner Resource Circulation Consortium" gegründet zu haben. Mit dem Konsortium beginnt nun eine umfassende Zusammenarbeit zur Sammlung und Wiederverwertung ausgedienter Banner. Die Initiative geht auf eine von SK chemicals eingebrachte Aufgabenstellung zur Verwertung ausgedienter Banner und zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft beim Ideenwettbewerb „Solveathon" zurück. Der Wettbewerb fand im Rahmen der Social Value Festa statt und wurde von der Korea Chamber of Commerce and Industry (KCCI) und dem Ministry of the Interior and Safety (MOIS) veranstaltet.

Die vier beteiligten Organisationen übernehmen jeweils die Sammlung ausgedienter Banner in ihren Regionen und bringen zugleich ihre jeweiligen Kompetenzen in Bereichen wie Vorbehandlung, Vertrieb und Vermarktung ein. Gemeinsam mit SK chemicals soll so eine durchgängige Wertschöpfungskette entstehen, die von der Sammlung und Wiederverwertung über die Herstellung neuer Produkte bis hin zu deren Vertrieb reicht.
MOA und Daehan Media übernehmen die Sammlung in der Region Gyeongsang, Upcloth ist für die Region Honam zuständig und die Stadt Seogwipo für Jeju. Upcloth verfügt bereits über Erfahrung mit Sammel- und Sortiersystemen in Zusammenarbeit mit lokalen Selbsthilfezentren. Das Unternehmen will das Projekt zugleich zur Schaffung lokaler Arbeitsplätze nutzen und unter anderem Teilnehmer an Selbsthilfeprogrammen sowie Menschen mit Behinderungen beschäftigen.
Die gesammelten Banner werden zunächst an MOA geliefert. Das auf die Vorbehandlung von Recyclingmaterialien spezialisierte Unternehmen bereitet sie so auf, dass sie die erforderliche Form und Qualität für das anschließende chemische Recycling erreichen.Danach werden die Materialien mithilfe der Depolymerisierungstechnologie von SK chemicals in chemische Rohstoffe zurückgeführt. Aus diesen entstehen wiederum Materialien, die für die Herstellung neuer Banner eingesetzt werden können. Daehan Media fungiert dabei als Produktionspartner für das chemisch recycelte Bannergewebe und übernimmt über sein landesweites Vertriebsnetz die Versorgung der einzelnen Regionen.
Die Stadt Seogwipo, die einzige kommunale Verwaltung unter den beteiligten Partnern, arbeitet darüber hinaus an den notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen. Ziel ist es, den gesamten Kreislauf von der Sammlung ausgedienter Banner bis zur erneuten Nutzung der daraus hergestellten Banner innerhalb der Region abzubilden.

Nach Schätzungen von SK chemicals fallen allein in den am Projekt beteiligten Regionen Gyeongsang, Honam und Jeju jährlich mehr als 1.000 Tonnen ausgedienter Banner an. Durch den Aufbau regionaler Kreislaufsysteme soll die Menge der Banner, die auf Deponien landen oder verbrannt werden, deutlich reduziert werden. Gleichzeitig soll das Projekt die Grundlage für eine breitere Nutzung zirkulärer Rohstoffmodelle schaffen.
Banner werden bei Veranstaltungen, Wahlen und anderen Anlässen meist nur für kurze Zeit verwendet. Nach ihrer Nutzung werden sie daher bislang überwiegend deponiert oder verbrannt. Zwar gibt es bereits Ansätze, ausgediente Banner beispielsweise zu Tragetaschen oder Müllsäcken weiterzuverarbeiten. Diese Formen des Upcyclings ermöglichen jedoch in der Regel nur einen zusätzlichen Nutzungszyklus und schaffen keinen geschlossenen Materialkreislauf.
Nach Angaben des Ministry of Climate, Energy and Environment fallen in Korea jährlich rund 6.000 Tonnen ausgedienter Banner an. Rund 70 Prozent davon werden den Angaben zufolge deponiert oder verbrannt.
Das Besondere an der neuen Initiative ist der angestrebte geschlossene Kreislauf: Aus ausgedienten Bannern sollen mithilfe der Depolymerisierungstechnologie wieder neue Banner entstehen. Bei der von SK chemicals eingesetzten Depolymerisierung werden Kunststoffabfälle auf molekularer Ebene zerlegt und in ihre chemischen Ausgangsstoffe zurückgeführt. Diese können anschließend erneut polymerisiert und für die Herstellung neuer Materialien eingesetzt werden. Damit unterscheidet sich das Verfahren grundlegend vom mechanischen Recycling. Dort werden Kunststoffabfälle typischerweise zerkleinert, gewaschen und wieder eingeschmolzen. Bei der Depolymerisierung hingegen wird das Material durch einen chemischen Prozess in Rohstoffe zurückgeführt. Dadurch können Einflüsse aus der vorherigen Nutzung sowie Farben und Verunreinigungen weitgehend überwunden werden. Mechanisches Recycling eignet sich daher bislang vor allem für vergleichsweise hochwertige und sortenreine Abfallströme wie transparente PET-Flaschen. Die Depolymerisierung eröffnet dagegen die Möglichkeit, Rohstoffe aus einem deutlich breiteren Spektrum von Kunststoffabfällen zurückzugewinnen, darunter auch textilbasierte Banner. Da die Materialqualität auch nach wiederholten Recyclingzyklen erhalten werden kann, eignet sich das Verfahren besonders für den Aufbau eines geschlossenen Kreislaufs für ausgediente Banner.
Mit dem Konsortium will SK chemicals ein neues Modell für regional organisierte Materialkreisläufe etablieren: Abfälle, die in einer Region entstehen, sollen dort gesammelt und anschließend wieder als Ressource nutzbar gemacht werden. Dafür sollen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten und bestehender Sammelstrukturen zunächst auf Provinzebene standardisierte Systeme für Sammlung und Sortierung sowie die erforderlichen institutionellen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Auf Basis der dabei gewonnenen Erfahrungen plant SK chemicals, das Modell anschließend auf weitere Regionen auszuweiten.
Ein Vertreter von SK chemicals erklärte: „Ausgediente Banner sind ein Abfallproblem, mit dem sich viele Kommunen auseinandersetzen müssen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bedingungen und Lösungsansätze von Region zu Region. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Kreislaufsysteme auf Ebene der Metropolregionen und Provinzen aufbauen und konkrete Beispiele dafür schaffen, wie aus ausgedienten Bannern wieder neue Banner entstehen können."
SK chemicals arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit lokalen Behörden zusammen, um stabile Sammel- und Recyclingsysteme für ausgediente Banner aufzubauen. Im August 2024 unterzeichnete das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt Gunsan und Revelop eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) zur Rückgewinnung von Ressourcen aus ausgedienten Bannern. Im Juni 2025 folgten weitere Vereinbarungen mit dem Ministry of the Interior and Safety sowie den Städten Sejong, Gangneung, Cheongju, Naju und Changwon. Im August desselben Jahres schloss SK chemicals zudem eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt Seoul. Darüber hinaus veranstaltete das Unternehmen gemeinsam mit dem Ministry of the Interior and Safety und der Korea Chamber of Commerce and Industry im Rahmen des „2026 Solveathon for Overcoming Regional Decline" einen offenen Ideenwettbewerb zum Aufbau einer landesweiten Lieferkette. Damit wurde die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern auch auf Unternehmen und Organisationen aus dem privaten Sektor ausgeweitet.

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Eine anonyme E-Mail an die US-Botschaft in Bern hat kurz vor dem Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos ein Ermittlungsverfahren der Schweizer Bundesanwaltschaft ausgelöst – und zur Festnahme einer WEF-Mitarbeiterin geführt. Inzwischen ist klar: Die gegen die IT-Expertin erhobenen Vorwürfe eines geplanten Attentats waren nicht zu belegen. Die Bundesanwaltschaft teilte mit, die in der Sache eröffneten Ermittlungen wegen strafbarer Vorbereitungshandlungen zu einem Mord seien eingestellt worden.
Die Warnmail war laut Medienberichten der Tamedia-Gruppe wenige Stunden vor Trumps Rede eingegangen. Der anonyme Absender schilderte in fehlerhaftem Englisch eine angeblich „dringliche Bedrohung“ für das Leben des US-Präsidenten in Davos und bezeichnete die später festgenommene Frau iranischer Herkunft als Agentin, die eine entsprechende Operation koordiniert habe. Die US-Botschaft leitete den Hinweis an die Schweizer Behörden weiter; diese erklärten, sie hätten die Warnung „sehr ernst“ genommen und seien „sofort aktiv“ geworden.
Tatsächlich arbeitete die Beschuldigte nicht am Tagungsort in Davos, sondern in der WEF-Zentrale im Genfer Vorort Cologny. Dort wurde sie nach Angaben der Bundesanwaltschaft festgenommen, mehrere Stunden lang bis tief in die Nacht vernommen und ihre Telefone sowie ihr Computer wurden beschlagnahmt und ausgewertet. Im Zuge dieser Maßnahmen habe sich jedoch gezeigt, dass sich keiner der in der anonymen E-Mail erhobenen Punkte erhärten ließ. Für alle Aspekte der Anschuldigungen seien keine Beweise gefunden worden, hieß es zur Begründung für die Einstellung des Verfahrens.
Die betroffene Mitarbeiterin, eine gebürtige Iranerin, war nach den Medienberichten kurz nach dem Vorfall beim WEF nicht mehr beschäftigt. Zu den Gründen äußerte sich die Organisation nicht; auf entsprechende Anfragen gab es zunächst keine Stellungnahme. Damit bleiben nach dem spektakulären Fehlalarm vorerst Fragen offen – etwa zur Herkunft und Glaubwürdigkeit des anonymen Hinweises –, während die Schweizer Strafverfolger den Fall strafrechtlich abgeschlossen haben.