TURIN, Italien, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Smartee Denti-Technology nahm am 57. Internationalen SIDO-Kongress teil, der vom 8. bis 10. Oktober in Turin stattfand, und tauschte sich mit Fachleuten aus der Kieferorthopädie über das Management komplexer Fälle sowie die sich wandelnde Rolle digitaler Technologien bei der klinischen Entscheidungsfindung aus.
Der Kongress stand unter dem Motto „Beyond Alignment: Interdisciplinarity, Artificial Intelligence and Clinical Expertise in Orthodontic Decision-Making" (Über die reine Zahnstellungskorrektur hinaus: Interdisziplinarität, künstliche Intelligenz und klinische Expertise bei kieferorthopädischen Entscheidungen) und spiegelte einen breiteren Wandel in der Kieferorthopädie hin zu Behandlungsansätzen wider, die digitale Werkzeuge mit klinischer Expertise und interdisziplinärer Beurteilung verbinden.
Für Smartee bot der Kongress die Gelegenheit, seinen klinischen Ansatz bei komplexen Malokklusionen vorzustellen und den Austausch mit der italienischen kieferorthopädischen Fachwelt weiter zu vertiefen.
Behandlung komplexer Klasse-II-Fälle durch Unterkieferrepositionierung

Ein wichtiger Teil der Teilnahme von Smartee war ein Fachvortrag von Dr. Jingting Lu mit dem Titel „S8-SGTB: Correcting Severe Class II Jaw Discrepancy" (S8-SGTB: Korrektur einer schweren Kieferfehlstellung der Klasse II).
In der Präsentation wurde ein neuartiger Ansatz zur Behandlung der skelettalen Klasse-II-Malokklusion in Verbindung mit mandibulärer Retrusion vorgestellt, einer Fehlstellung, die mit Kieferdiskrepanzen und einem konvexen Gesichtsprofil einhergehen kann. Je nach individueller Diagnose und Schweregrad können die konventionellen Behandlungsoptionen eine kieferorthopädische Camouflage-Behandlung oder in ausgewählten Fällen eine orthognathe Operation umfassen.
Dr. Lu präsentierte die klinische Anwendung von S8-SGTB, einem Bestandteil des innovativen Smartee GS-Systems, das die Mandibular Repositioning Technology bei der Behandlung mit transparenter Aligner kombiniert.
In ihrem Vortrag ging es um die Patientenauswahl, die Beurteilung der Unterkieferposition und die Behandlungsplanung für Patienten mit Kieferfehlstellungen der Klasse II. Bei entsprechend ausgewählten Patienten bietet die Unterkieferrepositionierung einen zusätzlichen Behandlungsansatz, der neben Zahnbewegungen und dem Okklusionsmanagement auch die Unterkieferposition berücksichtigt.
Der Vortrag spiegelte auch ein übergeordnetes Prinzip des GS-Systems wider: die Lagebeziehungen des Unterkiefers in sagittaler, vertikaler und transversaler Ebene zu beurteilen, statt sich ausschließlich auf die Zahnstellung zu konzentrieren.
Vertiefung des Engagements auf dem italienischen Markt
Die Teilnahme von Smartee an der SIDO 2026 ist auch Teil der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Unternehmens auf dem italienischen Markt für Kieferorthopädie.
Durch wissenschaftliche Tagungen, klinische Weiterbildung sowie den direkten Kontakt zu Kieferorthopäden vor Ort arbeitet Smartee daran, den fachlichen Austausch zu vertiefen und die klinischen Bedürfnisse der Ärzte in Italien besser zu verstehen.
Italien wird auch weiterhin ein wichtiger Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aktivitäten von Smartee in Europa bleiben. Nach dem Smartee European Summit 2026 auf Mallorca, der fast 300 kieferorthopädische Experten und klinisch tätige Ärzte aus 27 Ländern zusammenbrachte, plant das Unternehmen, seinen nächsten European Summit 2027 in Rom abzuhalten.
Die Teilnahme von Smartee an der SIDO und die geplante Rückkehr nach Italien zum European Summit 2027 spiegeln das anhaltende Bestreben des Unternehmens wider, den klinischen und wissenschaftlichen Austausch auf dem italienischen Markt weiter zu vertiefen.
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Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.
Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.
Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.
Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.