Tiryaki Agro und die Behörde für Häfen und Freihandelszonen von Dschibuti unterzeichnen eine Absichtserklärung zur Entwicklung des Hafens von Tadjourah

22.07.2026

ISTANBUL, 22. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Tiryaki Agro und die Behörde für Häfen und Freihandelszonen von Dschibuti (DPFZA) haben eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet. Dies markiert einen weiteren Meilenstein in ihrem gemeinsamen Vorhaben, die langfristige Entwicklung, Modernisierung und den künftigen Betrieb des Hafens von Tadjourah zu prüfen. Das Abkommen schafft einen Rahmen für die Zusammenarbeit, der darauf abzielt, Dschibutis Position als regionales Handels- und Logistikzentrum zu stärken und gleichzeitig den Agrarhandel, die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten sowie die Ernährungssicherheit am Horn von Afrika zu fördern.

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Im Rahmen der Absichtserklärung werden Tiryaki Agro und die DPFZA gemeinsam die technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen für die künftige Entwicklung des Hafens von Tadjourah prüfen. Vorbehaltlich des erfolgreichen Abschlusses nachfolgender Studien, Verhandlungen und endgültiger Vereinbarungen sieht das Projekt vor, die Hafeninfrastruktur auszubauen, die Logistik- und Lagerkapazitäten zu erweitern, den Umschlag von Agrar- und Massengütern zu verbessern und zur regionalen wirtschaftlichen Entwicklung beizutragen. Die Absichtserklärung bildet zudem die Grundlage für die Verhandlungen der Parteien über einen langfristigen Konzessionsvertrag für die Verwaltung und den Betrieb des Hafens.

Diese Vereinbarung baut auf der Partnerschaft der IFC mit Tiryaki Agro auf, um Dschibuti als wichtigen Knotenpunkt für den regionalen Handel und die Ernährungssicherheit am Horn von Afrika zu positionieren. Die Unterstützung der IFC in der Anfangsphase – einschließlich Machbarkeitsstudien, Planung und Einbindung von Interessengruppen – hat dazu beigetragen, die Grundlagen für diesen Meilenstein zu schaffen, was das gemeinsame Engagement widerspiegelt, das Potenzial Dschibutis als strategischen Logistikknotenpunkt zu erschließen und durch vom Privatsektor getragenes Wachstum eine widerstandsfähigere, nachhaltigere Zukunft aufzubauen.

Süleyman Tiryakioğlu, Chief Executive Officer von Tiryaki Agro

„Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung markiert einen wichtigen Schritt vorwärts in unserem langfristigen Engagement für Dschibuti und unserer Vision, zur Rolle des Landes als regionales Handels- und Logistikdrehkreuz beizutragen. Wir schätzen die Vision und Unterstützung der Regierung von Dschibuti, die Führungsrolle und Zusammenarbeit der Behörde für Häfen und Freihandelszonen von Dschibuti sowie die wertvolle Partnerschaft mit der IFC, deren beratende Unterstützung dazu beigetragen hat, diese Chance bereits in den frühesten Phasen zu gestalten, sehr. Wir freuen uns darauf, unsere Zusammenarbeit fortzusetzen, während wir die nächsten Phasen des Projekts vorantreiben und dessen Potenzial zur Stärkung des regionalen Handels, der Ernährungssicherheit und einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung ausloten."

Die Initiative spiegelt die langfristige Vision Dschibutis wider, seine Position als strategisches Logistikdrehkreuz zwischen Afrika, dem Nahen Osten und den globalen Märkten zu stärken. Durch die fortgesetzte Zusammenarbeit der Regierung von Dschibuti, der Behörde für Häfen und Freihandelszonen von Dschibuti, der IFC und Tiryaki Agro zielt das Projekt darauf ab, die Voraussetzungen für künftige Investitionen im Hafen von Tadjourah zu schaffen und so einen effizienteren Agrarhandel, eine verbesserte Widerstandsfähigkeit der Lieferketten sowie ein nachhaltiges, vom Privatsektor getragenes Wachstum am gesamten Horn von Afrika zu fördern.

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Schweiz stimmt über Bevölkerungsdeckel ab – Freizügigkeit mit der EU unter Druck

15.06.2026

In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.

Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.

Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.

Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.