Wichtiges Isoliergas für nachhaltige Hochspannungsnetze wird jetzt in Deutschland hergestellt

03.09.2026

Daikin beliefert Hitachi Energy aus Frankfurt mit C4-FN und unterstützt so das schnelle Wachstum des EconiQ®-Portfolios SF6-freier Netztechnologien von Hitachi Energy.

  • Hitachi Energy und Daikin Industries, Ltd. haben eine Absichtserklärung (MoU) zur Lieferung von C4-FN unterzeichnet. Die Spezialgaskomponente in den SF6-freien Schaltanlagen von Hitachi Energy wird ab 2027 aus dem Frankfurter Werk von Daikin geliefert.
  • Die Partnerschaft stärkt eine international diversifizierte Lieferkette und sichert die langfristige Verfügbarkeit einer Schlüsseltechnologie
  • Neue Produktionskapazitäten unterstützen die Herstellung sauberer Energietechnologien in Europa

ZÜRICH, 3. September 2026 /PRNewswire/ -- Hitachi Energy und Daikin Industries Ltd. haben heute eine Vereinbarung über eine langfristige strategische Lieferbeziehung für das EconiQ®-Portfolio schwefelhexafluoridfreier (SF6-freier) Hochspannungstechnik von Hitachi Energy bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung wird die Daikin Chemical Europe GmbH, eine Tochtergesellschaft der Daikin Industries, Ltd., C4-FN liefern, eine Spezialgaskomponente, die in Isoliergasmischungen verwendet wird. C4-FN wird von der Daikin Refrigerants Frankfurt GmbH an ihrem Standort in Frankfurt am Main unter Nutzung fortschrittlicher Fertigungskapazitäten sowie hoher Qualitäts- und Umweltstandards hergestellt. Die neuen Produktionskapazitäten werden 2027 verfügbar sein und sind Teil einer robusten globalen Lieferstrategie für Schlüsselkomponenten, die in der SF6-freien EconiQ-Technologie von Hitachi Energy eingesetzt werden.

Hitachi Energy and Daikin Industries, Ltd. sign MoU for the supply of a specialty gas component in Hitachi Energy’s EconiQ portfolio.

SF6 ist ein starkes Treibhausgas mit einem 24.300-mal höheren Treibhauspotenzial (Global Warming Potential) als CO2 Es wird aufgrund seiner hervorragenden Isolier- und Schalteigenschaften in Hochspannungsanlagen eingesetzt. Durch die Verwendung von Gasmischungen mit C4-FN reduziert das EconiQ-Portfolio die CO2-Äquivalent-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen SF6-isolierten Anlagen um 99 Prozent, während dieselbe technische Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Kompaktheit erhalten bleibt.

Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach EconiQ weltweit wächst. Das Unternehmen hat mehr als 4.000 Aufträge aus 40 Ländern für Produkte aus dem EconiQ-Portfolio erhalten, da Energieversorger und Industrieunternehmen ihre Stromnetze ausbauen und modernisieren und gleichzeitig bestrebt sind, die Umweltauswirkungen ihrer Infrastruktur zu verringern.

Um dieses Wachstum zu unterstützen, verfolgt Hitachi Energy eine Multi-Sourcing-Strategie für die Schlüsselkomponenten. Die Aufnahme von Daikin als Lieferant stärkt die Lieferkette hinter dem EconiQ-Portfolio und ergänzt die bestehenden qualifizierten Bezugsquellen in Asien durch Kapazitäten in Europa.

„Da die Nachfrage nach umwelteffizienten Anlagen weltweit wächst, ist die Stärkung unserer Lieferkette von entscheidender Bedeutung", sagte Markus Heimbach, CEO des Geschäftsbereichs High Voltage Products von Hitachi Energy. „Die Aufnahme eines deutschen Produktionsstandorts von Weltklasse stärkt die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und unterstützt die Herstellung sauberer Energietechnologien in Europa. Wir möchten sicherstellen, dass wir die Kundennachfrage auch künftig erfüllen können."

„Diese Vereinbarung spiegelt das gemeinsame Engagement wider, die Energiewende durch Innovation, Qualität und langfristige Zusammenarbeit zu unterstützen", sagte Yasuhisa Hirao, General Manager der Chemicals Division von Daikin Industries, Ltd. „Wir sind stolz darauf, dass unser Konzernunternehmen Daikin Refrigerants Frankfurt GmbH, eine wesentliche Komponente der globalen Wertschöpfungskette für Stromnetze produzieren wird."

Daikin bringt nahezu ein Jahrhundert Erfahrung in der chemischen Produktion, ein globales Netzwerk in Asien, Nordamerika und Europa sowie langjährige Nachhaltigkeitsverpflichtungen im Rahmen seiner „Environmental Vision 2050" mit, einschliesslich zertifizierter Ziele zur Verringerung von Treibhausgasemissionen von der Initiative „Science Based Targets".

Über Hitachi Energy

Hitachi Energy ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Elektrifizierung und treibt das Zeitalter der Elektrizität voran, um den Energiebedarf von heute und der nächsten 25 Jahre zu decken. Als Energiezweig der Hitachi-Gruppe verlassen sich über drei Milliarden Menschen auf unsere wegweisenden, systemrelevanten Technologien, die ihr tägliches Leben mit Energie versorgen. Mit über einem Jahrhundert an Innovation stellen wir uns der dringlichsten energiepolitischen Herausforderung unserer Zeit: Wir treiben die Weiterentwicklung des weltweiten Energiesystems voran, um reichlich vorhandene, sichere, erschwingliche und nachhaltige Energie für die heutige und die nächste Generation zu gewährleisten. Mit einer beispiellosen installierten Basis in über 140 Ländern sind wir der Partner für das Netzökosystem in den Bereichen Energieversorgung, Industrie, Rechenzentren und Verkehr. Mit Hauptsitz in der Schweiz beschäftigen wir über 56.000 Mitarbeitende in 60 Ländern und erzielen einen Umsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar.

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Über Hitachi, Ltd. 

Mit seinem Social Innovation Business (SIB), das IT, OT (Operational Technology) und Produkte vereint, strebt Hitachi danach, ein weltweit führender Anbieter bei der kontinuierlichen digitalen Transformation gesellschaftlicher Infrastrukturen zu sein. Ziel ist es, zu einer harmonisierten Gesellschaft beizutragen, in der Umwelt, Lebensqualität und wirtschaftliches Wachstum im Gleichgewicht stehen. Hitachi ist weltweit in vier Sektoren tätig – Digital Systems & Services, Energy, Mobility und Connective Industries – sowie in einer strategischen SIB Business Unit, die sich auf neue Wachstumsfelder konzentriert. Mit Lumada als zentraler Plattform schafft Hitachi Mehrwert, in dem Daten, Technologien und Branchenexpertise kombiniert werden, um Herausforderungen von Kunden und Gesellschaft zu lösen. Im Geschäftsjahr 2025 (endete am 31. März 2026) erzielte Hitachi einen Umsatz von 10.586,7 Milliarden Yen und verfügte über 606 konsolidierte Tochtergesellschaften sowie rund 290.000 Mitarbeitende weltweit. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.hitachi.com

Über Daikin  

Daikin Industries, Ltd. (TSE: 6367) mit Hauptsitz in Osaka, Japan, ist ein weltweit führendes Unternehmen für HVAC-Lösungen (Heizung, Lüftung und Klimatisierung) und Kältemittel und verfügt über fast ein Jahrhundert Erfahrung in der fortschrittlichen chemischen Produktion. Mit Aktivitäten in mehr als 170 Ländern und Regionen sowie über 100.000 Mitarbeitenden weltweit engagiert sich Daikin für die Förderung nachhaltiger Lösungen durch kontinuierliche Innovation und seine Environmental Vision 2050. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.daikin.com

Über Daikin Chemical Europe GmbH / Daikin Refrigerants Frankfurt GmbH   

Die Daikin Chemical Europe GmbH, eine Tochtergesellschaft der Daikin Industries, Ltd., koordiniert den Vertrieb, das Marketing und die Distribution fluorchemischer Produkte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Die Daikin Refrigerants Frankfurt GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, ist ein wichtiger Produktionsstandort innerhalb der Daikin-Gruppe, der auf hochwertige fluorchemische Produkte und Kältemittel spezialisiert ist. Gemeinsam unterstützen sie den Übergang zu nachhaltigen und sauberen Technologien. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.daikinchem.de

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Hormus-Blockade vor möglichem Ende – Branche bleibt dennoch skeptisch

15.06.2026

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.

Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.

Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.

Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.