Wie Julius Meinl die Transformation der Kaffeebranche vorantreibt

11.06.2026

Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt, wie das Wiener Familienunternehmen langfristige Verantwortung durch nachhaltige Kaffeebeschaffung, Emissionsreduktion und soziale Initiativen übernimmt.

WIEN, 11. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Klimawandel, steigende Rohstoffpreise und der zunehmende Druck auf den globalen Kaffeeanbau verändern die Kaffeeindustrie weltweit. Julius Meinl reagiert darauf mit gezielten Initiativen für Kaffeeproduzent:innen, nachhaltigeren Produktionsprozessen und dem Ausbau von Responsibly Selected Coffee. Der jüngst veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt, wie das Wiener Familienunternehmen Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter vorantreibt, vom Ursprung des Kaffees bis in die eigenen Produktionsstandorte.

Cover image of the 2025 Sustainability Report

Als familiengeführtes Unternehmen denken wir in Generationen. Nachhaltigkeit ist für uns eine langfristige Investition in die Zukunft des Kaffees. Dieser Report zeigt, wie wir unsere Verantwortung gegenüber Menschen, dem Planeten und dem Ursprung unseres Kaffees durch konkrete Maßnahmen und langfristiges Denken gestalten", betont Christina Meinl, VP Group Strategies, Brand & Corporate Communication sowie Familienmitglied der fünften Generation.

Mehr Verantwortung dort, wo Kaffee wächst

Julius Meinl bezieht Rohkaffee aus 16 Ursprungsländern. Ein zentraler Meilenstein wurde Ende 2025 erreicht: 100 % Responsibly Selected Coffee wurde für unsere Röstereien in Wien und Vicenza bezogen und damit eines der wichtigsten Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens erreicht.  Das bedeutet, dass der gesamte Rohkaffee gemäß den Nachhaltigkeitskriterien der Global Coffee Platform beschafft wird, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen.

Gleichzeitig wurde das Generations Programme früher als geplant von zwei auf vier Ursprungsländer ausgeweitet. Heute unterstützt Julius Meinl Kaffeeproduzent:innen in Kolumbien, Uganda, Indien und Honduras durch regenerative Landwirtschaft, Einkommensdiversifizierung sowie die gezielte Förderung von Frauen und jüngeren Generationen im Kaffeeanbau, um Farming Communities langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Derzeit werden mehr als 1.500 Kaffeeproduzent:innen und ihre Familien in laufende und geplante Projektaktivitäten eingebunden.

2025 war für uns ein Jahr konkreter Fortschritte. Hinter diesen Entwicklungen stehen starke Partnerschaften, langfristiges Engagement und viele konkrete Maßnahmen entlang unserer gesamten Kaffee-Wertschöpfungskette. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir unser Generations Programme früher als geplant ausweiten und gleichzeitig zentrale Nachhaltigkeitsziele erreichen konnten", ergänzt Carina Needham, Global Sustainability Director.

Weniger Emissionen, mehr erneuerbare Energie im eigenen Unternehmen

2025 setzte Julius Meinl weitere Maßnahmen zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks um. Durch die Implementierung neuer emissionsreduzierender Technologien in den beiden verbleibenden Röstern können die Emissionen pro Röstvorgang künftig um bis zu 50 % gesenkt werden. Gleichzeitig setzt Julius Meinl an den Produktionsstandorten in Wien und Vicenza bereits zu 100 % auf erneuerbare Elektrizität. Weltweit liegt der Anteil erneuerbarer Elektrizität in den Betriebsstätten des Unternehmens bei 81 %.

Nachhaltigkeit als Teil langfristiger Unternehmensverantwortung

Der Nachhaltigkeitsbericht 2025 von Julius Meinl zeigt, wie das Unternehmen Nachhaltigkeit weltweit mit konkreten Maßnahmen weiter vorantreibt, vom Kaffeeursprung bis in die eigenen Produktionsstandorte. Obwohl eine Nachhaltigkeitsberichterstattung für Julius Meinl derzeit nicht verpflichtend ist, veröffentlicht das Unternehmen seit mehreren Jahren freiwillig Nachhaltigkeitsberichte und unterstreicht damit sein Bekenntnis zu Transparenz.

Auch bei der Finanzierung des Unternehmens spielt Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle: Bereits zum zweiten Mal in Folge erreichte Julius Meinl sämtliche definierten ESG-Ziele seiner an Nachhaltigkeitsleistungen geknüpften Unternehmensfinanzierung und erhielt weiterhin starke ESG-Bewertungen von Banken und Finanzpartnern.

Den vollständigen Nachhaltigkeitsbericht 2025 finden Sie hier.

Zentrale Fakten aus dem Nachhaltigkeitsbericht 2025

  • Seit Ende 2025 wird für die Röstereien in Wien und Vicenza 100 % Responsibly Selected Coffee bezogen
  • Ausweitung des Generations Programme von zwei auf vier Ursprungsländer
  • Mehr als 1.500 Kaffeebäuer:innen sowie ihre Familien durch Projektaktivitäten unterstützt
  • Weiterhin 100 % erneuerbarer Strom an den Produktionsstandorten in Wien und Vicenza
  • Abschluss der Installation von Katalysatoren in den beiden verbleibenden Röstern zur Emissionsreduktion
  • Steigerung des Mitarbeiterengagements auf einen Gallup Engagement Score von 3,95 von 5 Punkten

ÜBER JULIUS MEINL

Julius Meinl wurde 1862 gegründet und ist eine der ältesten Kaffeeröstereien sowie eine der traditionsreichsten Kaffeehausmarken der Welt. Das Engagement für Qualität ist seit fünf Generationen ein Markenzeichen der Familie. Mit mehr als 160 Jahren Erfahrung in der Beschaffung und Röstung ist Meinl ein bevorzugter Kaffeelieferant für Wiens führende Kaffeehäuser. Heute tragen Julius Meinl Kaffees und Tees dazu bei, bedeutungsvolle Momente für Kunden und Konsumenten auf der ganzen Welt zu schaffen, und werden in über 50.000 Hotels, Kaffeehäusern und Restaurants in 70 Ländern sowie in einer wachsenden Zahl von Einzelhandelsgeschäften verkauft.

Pressekontakt:

Jaqueline Sieberer

Corporate Communications & Press Spokesperson

Julius Meinl 1862 GmbH

Email: jaqueline.sieberer@meinl.group 

www.juliusmeinl.com

 

Julius Meinl

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.