XiamenAir nimmt mit dem Erstflug von Xiamen nach London eine neue interkontinentale Strecke auf

07.09.2026

XIAMEN, China, 7. September 2026 /PRNewswire/ -- Der Erstflug MF821 von XiamenAir landete am 6. September am Flughafen Heathrow und markierte damit den Start einer direkten Hin- und Rückflugverbindung zwischen Xiamen und London. Der 12-stündige Flug startete vom internationalen Flughafen Xiamen Gaoqi mit 263 Passagieren an Bord. Als erste Direktverbindung von Fujian nach London macht die neue Flugverbindung Zwischenstopps an Drittorten überflüssig und verbessert die Anbindung zwischen den beiden Städten.

Die neue Strecke wird dreimal wöchentlich – mittwochs, freitags und sonntags – mit Boeing 787 Dreamlinern bedient. Flug MF821 startet um 00:50 Uhr in Xiamen und kommt um 06:35 Uhr in London an, während der Rückflug MF822 um 12:35 Uhr in London startet und am nächsten Tag um 07:00 Uhr (Ortszeit) in Xiamen landet.

Der Fahrplan sorgt für optimale Anschlussmöglichkeiten und hohen Komfort für die Fahrgäste. Reisende können problemlos auf das umfangreiche Streckennetz von XiamenAir zugreifen und am Flughafen Xiamen eine 15-sekündige intelligente Zollabfertigung in Anspruch nehmen.

Die Ankunft in London am frühen Morgen verschafft Geschäftsreisenden einen Vorsprung für ihren Arbeitstag und bietet reichlich Zeit für Anschlussflüge in andere europäische Städte. Dank des Abflugs zur Mittagszeit können Passagiere auf Inlandsflüge umsteigen und gleichzeitig den Jetlag mildern.

Unter dem Motto „Meeresbrise auf der Insel der Reiher und britischer Charme" bot der Erstflug den Passagieren ein umfassendes Erlebnis, das den Charme der Küste von Xiamen mit dem kulturellen Reiz Großbritanniens verband.

Im Check-in-Bereich wurden Bilder der Küstenlandschaft von Xiamen neben britischen Sehenswürdigkeiten wie dem Big Ben, roten Doppeldeckerbussen und Londoner Telefonzellen gezeigt. Die thematisch gestaltete Fotozone am Boarding-Gate zog Schüler und Familien an, die gerne Erinnerungen an ihre Reise festhalten wollten. Als interaktive Aktivität vor dem Flug fand außerdem ein Quiz statt.

An Bord des Fluges MF821 erhielten die Passagiere 3D-Erinnerungskarten und Kofferanhänger, während sie einen wohltuenden Duft und britische Musik genossen. Nachdem die Reiseflughöhe erreicht war, servierte die Besatzung zwei eigens kreierte Mocktails. Die Reisenden posierten zudem für Fotos, um diesen Anlass festzuhalten und einen neuen Meilenstein in der Flugverbindung zwischen Fujian und Großbritannien zu feiern.

Die bilateralen Beziehungen zwischen China und Großbritannien werden immer enger. In Fujian lebt eine große chinesische Gemeinschaft in Großbritannien, und unter den Studenten aus dieser Provinz besteht eine starke Nachfrage nach Reisen. Die neue Flugverbindung Xiamen–London wird das interkontinentale Streckennetz von XiamenAir weiter ausbauen und der Öffnung der Provinz Fujian gegenüber der Welt neue Impulse verleihen.

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Bundesrat zieht rote Linie im Schulunterricht: Landessprachen werden zur Bundesaufgabe

15.06.2026

Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.

Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».

Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.

Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.