Ein neues Textil-zu-Textil-Recyclingverfahren, das im industriellen Maßstab validiert wurde

21.04.2026

AXENS, IFPEN und JEPLAN haben einen Recyclingkreislauf für Polyestertextilien geschlossen.

PARIS, 21. April 2026 /PRNewswire/ -- Mehrere Dutzend Tonnen polyesterreicher europäischer Textilabfälle, die in Frankreich sortiert und aufbereitet wurden, sind in der halbindustriellen Demonstrationsanlage von Axens, IFPEN und JEPLAN in Japan verarbeitet worden, um erfolgreich das Basismonomer für einen zu 100 % recycelten Polyester herzustellen.

© JEPLAN

 

 

Dieser Schritt ebnet den Weg  für Polyesterkreisläufe in der Textilindustrie, insbesondere für Sportbekleidung, Heimtextilien und den Luxussektor.

  • AXENS, IFPEN und JEPLAN geben den Erfolg eines groß angelegten industriellen Tests für das Recycling von polyesterhaltigen Textilabfällen (PET) unter Verwendung ihrer Rewind® PET-Technologie bekannt. Dieser Test wurde in der von JEPLAN in Japan betriebenen halbindustriellen Anlage (Kapazität 1.000 Tonnen/Jahr) durchgeführt.
  • Diese Validierung in großem Umfang bestand in der Verarbeitung von mehreren Dutzend Tonnen Textilien aus der öffentlichen französischen Sammlung, die von zwei französischen Partnern, Nouvelles Fibres Textile und Mapea, sortiert und aufbereitet wurden. Mehrere Dutzend Tonnen des Basismonomers von Polyester, BHET, wurden produziert und werden bald zu Polyestergarnen, -geweben und -kleidung verarbeitet.
  • Dieser industrielle Textil-zu-Textil-Recyclingtest von mehreren Tonnen Post-Consumer-PET ist einer der ersten seiner Art unter repräsentativen industriellen Bedingungen. Er ebnet den Weg für das großtechnische chemische Recycling von Textilpolyester und bietet den Akteuren der Textilbranche einen Baustein, der in eine globale Strategie über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg integriert werden kann, die sich der Reduzierung, der Wiederverwendung und dem Textilrecycling verschrieben hat.

Eine bahnbrechende Innovation, die an bestehenden Standorten eingesetzt werden kann

Dieses innovative Verfahren kann vorteilhaft an Industriestandorten auf der ganzen Welt installiert werden die Polyester für die Textilindustrie herstellen, und ermöglicht so die Substitution von fossilen Rohstoffen durch ihre recycelten Äquivalente.

Märkte und Bereitstellungsmodell

Die Technologie, die sich bereits für das Recycling aller PET-Verpackungen, einschließlich Anwendungen mit Lebensmittelkontakt, bewährt hat und vermarktet wird, ist nun auch für die Verwendung in Textilien validiert, und zwar im Rahmen einer Exklusivlizenz, die IFPEN/JEPLAN Axens weltweit für alle Industrieunternehmen erteilt hat, die lokale oder regionale  Textil-zu-Textil-Kreisläufe entwickeln möchten.

Ermöglichung der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft

In einer Welt, in der die Menge an Textilabfällen rapide ansteigt und das Recycling von Textilien zu Textilien nach wie vor begrenzt ist, liefert dieser halbindustrielle Test den konkreten Beweis dafür, dass eine Kreislaufproduktion von Polyester aus Nach-Gebrauchs-Abfallströmen jetzt schnell und in großem Umfang möglich ist.

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UBS kappt Nemetschek-Kursziel auf 56 Euro und warnt vor Cashflow-Risiken

13.04.2026

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Einschätzung für die Aktien des Bausoftware-Spezialisten Nemetschek deutlich verschärft und die Titel von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft. Das Kursziel wurde von zuvor 76 Euro auf 56 Euro gesenkt und damit in etwa auf das aktuelle Kursniveau angepasst. An der Börse gerieten die Papiere daraufhin spürbar unter Druck; seit dem Rekordhoch im August haben die Aktien bereits fast 60 Prozent an Wert verloren.

Im Mittelpunkt der Kritik von UBS-Analyst Michael Briest stehen die langjährigen Vertragsstrukturen von Nemetschek. Diese seien im ersten Jahr für Umsatz- und Cashflow-Entwicklung zwar positiv, könnten aber ab dem zweiten Jahr zunehmend belastend wirken. Aus Sicht des Experten droht sich das Vertragsmodell damit „von einem Wachstumsmotor in ein Wachstumshemmnis“ zu verwandeln. Briest sieht den bislang starken Cashflow des Unternehmens durch diese Struktur gefährdet.

Zudem verweist die UBS auf die wachsenden Verdrängungssorgen rund um Künstliche Intelligenz. Der Markt könnte die Risiken aus den langfristigen Verträgen mit den Erwartungen eines raschen Umstiegs auf KI-basierte Lösungen vermischen. In einem Umfeld, in dem technologische Innovation und Anpassungsfähigkeit an neue Software-Generationen entscheidend sind, geraten traditionelle Angebotsmodelle unter zusätzlichen Rechtfertigungsdruck.

Charttechnisch bleiben die Nemetschek-Titel unter ihrer 21-Tage-Durchschnittslinie, die bereits seit dem Rekordhoch vom August als Widerstand fungiert und den kurzfristigen Abwärtstrend bestätigt. Die Herabstufung durch UBS erhöht den Druck auf das Management, die Tragfähigkeit der bestehenden Vertrags- und Produktstrategie unter Beweis zu stellen. Wie stark sich die Kombination aus möglicher Cashflow-Abschwächung und KI-Konkurrenz tatsächlich auf die mittelfristige Entwicklung von Nemetschek auswirkt, bleibt indes offen und hängt wesentlich von der Reaktion des Unternehmens und der Nachfrage seiner Kunden ab.