Gleichstrom (DC) ermöglicht bei Photovoltaik-Kraftwerken erhebliche Effizienzgewinne – Mehr Leistung pro Einspeisepunkt spart Netzausbau
SHANGHAI und SCHORNDORF, Deutschland, 10. April 2026 /PRNewswire/ -- Mit einem wegweisenden Großprojekt steigt der Batteriespeicher- und Wechselrichterspezialist Sigenergy in den Markt für Photovoltaik-Großanlagen (Utility) ein. Gemeinsam mit dem in Baden-Württemberg ansässigen PV-Spezialisten Arausol sowie dem europäischen Großhändler Memodo wird derzeit Deutschlands größte PV-Anlage mit dezentralen Speichern realisiert, die unter Gleichstrom (DC = direct current) operiert.
Das Projekt in Weissach im Tal (Rems-Murr-Kreis / Baden-Württemberg) befindet sich aktuell im Bau und wird nach Fertigstellung über eine installierte PV-Spitzenleistung von 11,6 Megawatt (MWp) sowie eine Batteriekapazität von 20 Megawattstunden (MWh) verfügen. Diese wird auf 1.660 Sigenergy-Batteriemodule mit jeweils 12 Kilowattstunden (kWh) verteilt, die in stapelbaren SigenStacks integriert sind. Anders als bei klassischen Großbatterien kommen diese dezentral zum Einsatz.
Die Installation der SigenStacks auf die Unterkonstruktion von Arausol – vergleichbar mit PV-Modultischen – erfolgt effizient und ohne den Einsatz von Kränen. Die Sigenergy-Lösung vermeidet damit Bodenversiegelungen wie sie bei Projekten mit zentralen Großbatterien, die in Containern untergebracht werden, üblich sind.
DC-Kopplung und KI: mehr Leistung, mehr regenerativer Strom und höhere Erlöse
Neben dem positiven Einfluss auf Natur und Umwelt setzt die Anlage auch technologisch neue Maßstäbe. Im Vergleich zu AC-gekoppelten Systemen entfällt die mehrfache Umwandlung zwischen Gleich- und Wechselstrom. Überschüssiger PV-Strom wird direkt in die Batterien gespeichert und erst bei Netzeinspeisung umgewandelt.
Der DC-Modus erlaubt es Arausol zudem, die PV-Anlage stärker zu überbauen, was die Wirtschaftlichkeit des Projektes ein weiteres Mal erhöht. Zum Hintergrund: dem Projekt steht ein Netzanschlusspunkt mit 8,8 MVA zur Verfügung. Das bedeutet, dass maximal 8,8 Megawatt aus der 11,6 MW starken Anlage in das Netz abgegeben werden können. Die DC-Kopplung der SigenStacks macht es aber möglich, die volle Leistung zu produzieren und Überschüsse in den Batterien zu speichern. Diese können abhängig von der Nachfrage im Netz erlösoptimiert vermarktet werden - unterstützt von künstlicher Intelligenz der Sigenergy-Systeme. Das macht eine höhere PV-Leistung wie in diesem Fall von 11,6 MW wirtschaftlich attraktiv.
Weniger Netzausbau
AC-gekoppelte Systeme sind im Vergleich dazu technisch limitiert. Die Folge: bei konsequentem Einsatz der DC-Kopplung für PV-Großprojekte ließe sich der für die Energiewende in Deutschland notwendige Ausbau der Stromnetze kleiner dimensionieren. Das würde gleichzeitig dafür sorgen, die Kosten für Stromkundinnen und -kunden gering zu halten.
Sigenergy liefert für das Projekt neben Speichern und Wechselrichtern auch weitere elektrotechnische Komponenten wie Mittelspannungs-Trafo-Stationen. Memodo stellt durch seine Lieferfähigkeit und Marktkenntnis die zuverlässige Beschaffung sicher. Arausol übernimmt Bau, Unterkonstruktion und Projektabwicklung. Der Netzanschluss ist für Juli 2026 geplant.
Partnerschaft für neueste Technik
„Dieses Projekt ist ein klares Statement: Energiesysteme im Utility-Bereich lassen sich durch DC-Kopplung schneller, intelligenter und effizienter realisieren", sagt Emanuel Spahrkäs, Senior Account Manager bei Sigenergy.
Auch Jaime Arau, Geschäftsführer und Gründer von Arausol, betont die technologische Vorreiterrolle: „Wir sind als führendes Systemhaus und Projektentwickler für Photovoltaikanlagen immer darauf bedacht, die neueste Technik zu implementieren. Sigenergy ist Dank der innovativen DC-Kopplung ein idealer Partner, um diesen Anspruch umzusetzen."
Memodo unterstreicht seine strategische Rolle im Projekt: „Wir haben gemeinsam mit dem Kunden frühzeitig die technologische Ausrichtung definiert und Sigenergy als passenden Partner für dieses Projekt positioniert. Unsere Stärke liegt darin, Innovationen aktiv in den Markt zu bringen und Projekte ganzheitlich zu begleiten", sagt Jonas Hollweg, Head of Sales von Memodo. „Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Hersteller, Projektentwickler und Großhandel eng und strategisch zusammenarbeiten."
Über Sigenergy
Sigenergy ist ein globales Energietechnologieunternehmen, das sich auf Solar-, Energiespeicher- und EV-Ladelösungen spezialisiert hat. Mit einem erstklassigen Forschungs- und Entwicklungsteam entwickelt das Unternehmen innovative Produkte, die einfache Implementierung, kompromisslose Sicherheit und eine außergewöhnliche Benutzererfahrung vereinen. Durch die Integration künstlicher Intelligenz mit fortschrittlicher Energiespeichertechnologie liefert Sigenergy intelligente Energielösungen der nächsten Generation, die den Übergang zu einer saubereren, nachhaltigeren Zukunft ermöglichen. Sigenergy ist seit 2023 in Deutschland aktiv und wird von einem starken Forschungs- und Entwicklungsteam unterstützt, das 40 % der Belegschaft des Unternehmens ausmacht. Zunächst auf den Endkunden-Markt (Residential) und dem Batteriespeichersystem SigenStor fokussiert, expandiert das Unternehmen mit der Lösung SigenStack mittlerweile in die Segmente für Gewerbekunden (C&I) und hat gerade Lösungen für Großanlagen (Utility) auf den Markt gebracht.
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Die Aktionäre der Bossard Holding AG setzen weiter auf Verlässlichkeit bei der Ausschüttung: Die Generalversammlung des Innerschweizer Verbindungstechnik-Spezialisten hat am 10. April 2026 eine unveränderte Dividende von 3.90 Franken je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der Betrag pro Titel damit stabil, während sich die gesamte Ausschüttungssumme dennoch leicht verringert. Bossard zahlt insgesamt 30.06 Millionen Franken an seine Anteilseigner aus – ein Rückgang um 2.43 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Am Tag der Hauptversammlung schloss die Bossard-Aktie an der SIX Swiss Exchange bei 156.00 Franken. Seit Montag wird das Papier ex Dividende gehandelt, was optisch zu teils deutlichen Kursabschlägen führen kann, ohne dass sich an den fundamentalen Daten unmittelbar etwas ändert. Auf Basis des beschlossenen Ausschüttungsbetrags ergibt sich für 2025 eine Dividendenrendite von 2.49 Prozent. Damit ist die Rendite höher als im Vorjahr, als sie 2.04 Prozent betrug – ein Effekt, der auch auf den gefallenen Aktienkurs zurückzuführen ist.
Die Kursentwicklung der vergangenen Jahre fällt für Investoren ernüchternd aus: Auf Drei-Jahres-Sicht hat die Bossard-Aktie rund 33.05 Prozent an Wert eingebüsst. Einschliesslich Dividenden summiert sich die tatsächliche Rendite auf minus 30.33 Prozent und liegt damit leicht über der reinen Kursentwicklung, bleibt aber deutlich im negativen Bereich. An der Börse kommt das Unternehmen derzeit auf eine Marktkapitalisierung von 1.202 Milliarden Franken. Auf Basis der aktuellen Bewertung weist Bossard ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16.79 auf.
Operativ bleibt der Blick auf den Geschäftsverlauf gerichtet. Das Unternehmen hat für den 10. April eine Ad-hoc-Mitteilung zum Umsatz im ersten Quartal 2026 nach Richtlinie Art. 53 des Kotierungsreglements veröffentlicht. Details sind über die Investor-Relations-Seite von Bossard abrufbar. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 1.069 Milliarden Franken. Parallel dazu signalisieren Analysten Vertrauen in die Ausschüttungsfähigkeit: Laut FactSet-Prognosen dürfte die Dividende für 2026 auf 4.25 Franken steigen, was einer geschätzten Dividendenrendite von 2.71 Prozent entspräche.
Mit der Kombination aus stabiler Dividende, moderater Bewertung und schwacher historischer Kursbilanz positioniert sich Bossard als klassischer Qualitätswert mit Ertragsfokus, dessen weitere Entwicklung eng von der Nachfrage im Industrie- und Fertigungssektor abhängen dürfte. Wie stark sich der jüngste Quartalsumsatz und das konjunkturelle Umfeld auf Margen und Ausschüttungspolitik auswirken, werden die kommenden Berichtsperioden zeigen.